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Monat: September 2018

Die Geschichte von Corinna und Blackie – 7 Drabbles

Heute mal etwas ganz neues. Hier hast du 7 Drabbles von mir. Drabbles sind kurze Geschichten mit exakt 100 Worten. (Überschriften ausgenommen.) Ich hab schon lange nichts mehr von mir Geschriebens veröffentlicht und deswegen dachte ich mir das wäre mal eine gute Gelegenheit. Die Drabbles erzählen eine längere Geschichte von einem Mädchen und nun ja… Lies selbst. 😉

Hörst du mich?

Seit einiger Zeit hört Corinna komische Geräusche. Sie ist erst 5 Jahre alt, aber sie weiß, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Manchmal klingt es fast wie eine Stimme die mit ihr spricht, aber sie versteht sie nicht. Egal wie sehr sie sich anstrengt. Aber Etwas ist ihr aufgefallen. Es wird deutlicher. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sie versteht. Vielleicht ist es morgen schon so weit, oder es dauert noch ein paar Wochen. Die Stimme kommt immer nur dann, wenn Corinna alleine ist. Also muss sie doch ein großes Geheimnis für sie haben.

Oder nicht?

 

Siehst du mich?

“Dreh dich um”, sagt die Stimme. Seit 3 Jahren spielen sie miteinander. Die Stimme ist ihr Begleiter, egal wo Corinna hingeht. Selbst in der Schule ist sie da, aber niemand sonst hört sie. Manchmal glaubt Corinna das sie sich alles einbildet, dass hat sie auch der Stimme gesagt. Diese meinte sie würde sich ihr zeigen.

Gespannt wendet sich Corinna zu der Stimme um. Ein Schatten steht da mit seinem Kopf stößt er gegen die Decke. Seine Arme sind so lang, dass man sich darin einwickeln könnte und die Haut wirkt wie ein Fell.

“Ich nenne dich Blackie”, sagt Corinna lächelnd.

 

Könntest du?

“Warum kannst du nicht bleiben?”, fragt Corinna. Sie ist den Tränen nah. Seit mehr als 5 Jahren ist er immer da und heute meint Blackie er müsse gehen.

“Ich habe keine Kraft mehr”, sagt er ihr.

“Dann geh doch mal schlafen.”

Knurrend erwidert Blackie: “Es ist nicht so einfach.”

“Was brauchst du denn um Energie zu bekommen?”

“Ein menschliches Leben. Am liebsten ein junges.”

Corinna schluckt schwer, so bezeichnet Blackie immer ihren kleinen Bruder der noch nicht geboren ist.

“Wenn ich ihn töte, bleibst du?”, fragt sie hoffnungsvoll.

Blackie nickt. Damit ist es für Corinna erledigt. Sie wird es machen.

 

Tu was ich sage!

“Gibst du mir die Schuld?”, fragt das kleine Mädchen. Ihre Augen sind verweint und sie wischt sich zum wiederholten Mal über das Gesicht. Der Rotz klebt an ihrem Ärmel, aber sie scheint es nicht zu merken. Er schweigt. Schon seit Tagen redet er nicht mehr. Hoffentlich hat sie ihn nicht verärgert.

“Ich hab’s doch gemacht. Es hat halt gedauert”, flüstert sie.

Ein leises Knurren kommt von ihm. Er geht zu der winzigen Blutlache und steckt seinen Finger hinein. Es ist noch warm. Das Baby ist noch nicht lange tot. Die Eltern schlafen noch.

“Das hast du gut gemacht”, dröhnt er.

 

Hör mir zu.

“Du sagtest du bleibst”, sie wirft eines ihrer Kissen auf Blackie. Dieser blickt zu ihr und sie kann seine Müdigkeit spüren.

“Das stimmt und ich entschuldige mich, aber ich muss eine Weile weg. Sonst können wir keine Abenteuer erleben”, sagt er ihr mit ruhiger Stimme. Er setzt sich neben sie.

“Abenteuer?”, fragt Corinna.

“Ja, wir werden noch viel mehr erleben.”

“Schwöre es. Bei deinem Blut”, verlangt sie und sieht ihn herausfordernd an.

Blackie seufzt leise, aber dann hebt er seine Hand und sticht hinein. Eine gelbliche Flüssigkeit quillt daraus hervor.

“Ich schwöre.”

Sie hält ihre eigene Wunde darauf und nickt.

 

Da bin ich wieder.

Heute ist der Todestag ihres kleinen Bruders. Wie jedes Jahr fahren sie zu ihrem alten Haus und entzünden eine Kerze, dort wo sein Fenster war. Es wohnt niemand mehr darin. Die Leute glauben ein Fluch liegt darauf, wie sonst konnte ein Einbrecher ohne Schaden eindringen, ein Baby ermorden und alle Wertsachen stehlen, während die Eltern schliefen?

Corinna hat Mühe Trauer zu zeigen, zumindest glauben das ihre Eltern. Sie hat noch nie geweint wegen ihrem toten Bruder. Die Therapie hilft nicht.

Als Familie stehen sie vor dem Fenster, Corinna blickt hinein und muss unweigerlich ein Grinsen unterdrücken. Blackie ist wieder da.

 

Worauf wartest du?

Der Herbstwind weht über die Steinbrücke. Corinna sitzt darauf und blickt tief hinunter in das dunkle Wasser. Blackie steht neben ihr und genießt die Ruhe.

“Was soll ich noch tun?”, fragt Corinna.

“Zum Treffpunkt gehen. Dann können wir das Aufnahmeverfahren starten”, erwidert Blackie.

Schnaufend erwidert Corinna: “Ich sehe noch immer nicht was so toll ist, an deinem Dasein. Warum sollte ich das auch wollen?”

“Du wirst nicht wie ich, sondern bekommst deine eigenen Kräfte. Ich bin nur ein Beispiel gewesen.”

Corinna beginnt auf ihren Nägeln zu kauen.

“Ich wäre unsterblich und müsste nur manchmal irgendwas erledigen?”, harkt sie nach.

“Ja.”

4 Gründe warum ich angefangen habe zu schreiben

Heute will ich mit dir 4 Gründe teilen, warum ich mit dem Schreiben überhaupt angefangen habe. Das ganze geht, wie bei vielen schon weit zurück, also vielleicht vergesse ich ein paar Gründe, aber die wichtigsten habe ich mir gemerkt.

1.Leidenschaft

Zusammen mit einer Freundin war ich ein gigantischer Fan einer Serie und wir wollten unbedingt etwas zusammen mit dieser Serie machen, also haben wir gemeinsam Charaktere erschaffen und Fanfiktions geschrieben. Leider haben wir uns mittlerweile verloren, aber diese Leidenschaft war der erste Funke der für mich übergesprungen ist. Mittlerweile ist nicht immer die Leidenschaft zuerst da, aber sie kommt immer. Jedes Mal wenn ich mich hinsetze um zu schreiben, kommt sie zu mir zurück. Deswegen finde ich du solltest es auch mal probieren.

2. Neues probieren

In der Schule, hatte ich natürlich das Fach Deutsch, aber es war meist ziemlich öde. Wir lernten oft nur stur die Grammatikregeln auswendig, die mich ungefähr so sehr interessierten wie Laub am Boden. Daher kommt auch meine teilweise ungeschickte Rechtschreibung, aber das ist ja momentan nicht der Punkt. Hin und wieder haben wir dann doch kleine Aufsätze geschrieben, aber die waren immer so steif und es musste immer so sein wie die Lehrer es wollten. Also habe ich mich entschlossen etwas zu tun was mir bis dahin nicht sonderlich gezeigt worden ist. Eine Geschichte – Fanfiktion in meinem Fall – frei zu schreiben.

3. Kein Schaden

Klingt im ersten Moment komisch, aber es ist kein Schaden wenn man es versucht und genau das habe ich mir am Anfang gesagt. Wenn es fliegt, fliegt es. Ich wollte damals keine Meinung rüber bringen, oder das viele Leute meine Geschichte lesen. Es war einfach nur ein Versuch, der keinen Schaden anrichten kann, selbst wenn ich es versaue. Also was sollte dich davon abhalten es zumindest versuchen? Du musst es niemanden zeigen. Es entsteht kein Schaden.

4. Mich selbst überwinden.

Der wichtigste Grund für mich war, mich selbst zu überwinden. Ich setzte mich selbst oft unter Druck. Mein Familienleben war nicht rosig. Und heute würde man es wohl Depression nennen. Für mich bedeutete das jeden Tag gegen mich selbst zu kämpfen. Keine Lust keine Kraft und wozu überhaupt. So sah mein Alltag aus. Bis ich eben etwas Neues probierte und meiner Leidenschaft freien Lauf ließ. Erst durch das Schreiben, begann ich mich wieder menschlich zu fühlen. (Leider übertreibe ich hier nicht.) Also vielleicht solltest du das Schreiben auch mal probieren, wenn du dich erschöpft fühlst. Es sich anfühlt als könntest du keinen Schritt mehr gehen. Vielleicht ist das dein Anker.

The Great Gatsby

Damals als der Film in die Kinos kam, habe ich ihn mir in einem besonders schönem Saal angesehen. Wie bei den Meisten Filmen, war mir nicht bewusst, dass es ihn auch als Buch gibt. Als ich dann davon erfuhr, habe ich mir fest vorgenommen es zu lesen. Ich war ziemlich überrascht als ich feststellte, dass es nur ein dünnes Buch mit kaum hundert Seiten ist. Also lasst uns schauen wie toll Gatsby wirklich ist.

Plot

Die Handlung basiert vollkommen auf den Figuren und ihren Entscheidungen, es gibt kein Element welches nicht von ihnen ausgeht. Jeder beeinflusst die Geschichte auf seine Art und Weise.Es ist erfrischend von einer solchen Geschichte ohne vorher bestimmte Handlung zu lesen.

Figuren

Da alles von den Charakteren abhängt sind diese natürlich sehr genau erarbeitet worden.

Nick Carraway

Durch seine Augen sehen wir die gesamte Welt. Unser Erzähler ist etwas rassistisch und ausländerfeindlich. Wenn man bedenkt zu welcher Zeit der Roman spielt ist das nicht weiter verwunderlich. Trotz allem erwähnenswert. Im gesamten Buch bleibt er irgendwie blass, er hat zwar seine  Meinung, aber über die wird regelmäßig einfach drüber getrampelt. Anfangs war er mir sympathisch doch irgendwie wird seine Gesichtslosigkeit mit der Zeit schlimmer und er verliert seinen Reiz. Wir erfahren ein paar Kleinigkeiten über ihn, doch nichts greifbares. Wir erfahren nicht einmal sein Geheimnis, über irgendeine Frau die er heiraten sollte.

Daisy Buchanan

Um sie dreht sich eigentlich die ganze Geschichte. Natürlich spielt der Namensgeber die Hauptrolle, jedoch würde ohne sie die Welt ganz anders aussehen. Daisy ist eine sehr materialistische Frau. Bei ihr dreht sich eigentlich alles nur um den Besitz. Deswegen heiratete sie auch Thomas Buchanan, der außer Geld keine Qualitäten zu haben scheint.

Thomas Buchanan

Er ist ein ausgewachsener Rassist, welcher an die wüstesten Weltuntergangstheorien glaubt. Außerdem bekommt er von Frauen nicht genug. Daisy und er mussten sogar aus Chicago wegziehen, da er es scheinbar übertrieben hatte mit den Frauen dort. Doch er lernt seine Lektion wohl nie, denn hier in New York, hat er sich schon wieder eine Dame angelacht.

Jay Gatsby

Der Namensgeber des Romans. Er ist ein sehr interessanter Mann. Ich traue mich fast nichts über ihn zusagen, da es so viele kleine Wendungen in seiner Geschichte gibt, das jedes Wort ein Spoiler sein könnte. Nur so viel: Jay Gatsby ist nicht sein echter Name.

 

Themen

In dem Büchlein das ich mir kaufte war eine Analyse von Guy Reynolds zu dem Roman. Diese war voll von Dingen die mich beim Lesen gar nicht aufgefallen waren. Eine besondere Sache, die ich zwar die ganze Zeit gespürt hatte, aber nicht richtig greifen konnte, war die Tatsache, das der Roman ein wenig wie eine Maschine aufgebaut ist. Manche Passagen sind sehr abgehackt geschrieben und es werden häufig Wörter gebraucht die man normalerweise mit einem Fernseher oder ähnlichem gleichsetzt. Dies erzeugt eine unwohlige Stimmung die sich durch die Geschichte zieht. Es ist nichts schlechtes, im Gegenteil dadurch wirkt die Welt greifbarer.

Was The Great Gatsby gut macht

Die Welt – Es ist eine spannende Welt in der so viel Düsternis herrscht, obwohl die ganze Zeit die Sonne scheint.

Die Charaktere – Wundervolle Charaktere, welche die Geschichte voranpeitschen.

Was The Great Gatsby nicht gut macht

Die Dialoge – Auch wenn sie das Gefühl der Maschine gut rüber bringen, so wirken sie auf mich eher verwirrend.

Fazit zu The Great Gatsby

Das Buch hält den Schwung der 20er Jahre und den Absturz unmittelbar danach unglaublich gut fest. Es ist ein Genuss von Gatsby, Thomas, Daisy und auch Nick zu lesen. Alleine wegen der Kürze empfehle ich dir das Buch zu lesen.

Hast du „The Great Gatsby“ schon einmal gelesen? Falls Ja wie fandest du ihn?

Deine CK

Ein Buchabbruch – Amalthea

Heute mal etwas traurigeres als das übliche. Heute will ich mit euch den Grund teilen warum ich Amalthea abgebrochen habe.

 

Der Klappentext

Ich besitze das Buch leider nicht mehr, aber soweit ich mich erinnern kann stand da etwas von der Besiedelung einer alten Welt. Zumindest so etwas in die Richtung. Der momentane Klappentext liest sich ganz anders:

Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen …

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schicken die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea – ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt –, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und der Fortbestand der menschlichen Zivilisation steht auf Messers Schneide …

Wenn ich diesen Klappentext gelesen hätte, hätte ich mir das Buch nicht gekauft. Es klingt für mich nicht spannend genug. So wie es klingt kann man wohl eher Science-Fiction mit vielen Beschreibungen erwarten. So etwas lese ich nicht gerne. Trotzallem habe ich dem Buch fast hundert Seiten gegeben, aber es war mehr eine Qual als etwas anderes.

Als ich mir Bewertungen auf den verschiedenen Plattformen durchgelesen habe, stellte ich fest, dass es einigen Leuten ähnlich erging. Es schien sogar noch anstrengender zu werden, also brach ich ab. Etwas das ich normalerweise vermeide, aber dieses Buch entsprach einfach wirklich nicht dem, was uns versprochen wurde.

 

Was könntest du daraus lernen?

Achte auch auf den Klappentext und lies auch ein paar Seiten aus dem Buch. Unter Umständen ist es nicht das was du dir erwartest. Gehört vielleicht für einige zum Grundwissen, aber mir ist so etwas bisher nicht passiert, deswegen dachte ich ich weise darauf hin.

 

Hattest du auch schon einmal ein solches Erlebnis? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

Deine CK