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Kategorie: Lesen

Wünsch dir was – Der erste Wächter

Heute versuche ich mal was ganz neues. Ich schreibe eine ganz, ganz echte Rezension. Also so wie sie laut einigen Autoren gehören sollte. Wünscht mir bitte viel Glück dabei, denn ich habe keine Ahnung wie das geht. Also lasst uns loslegen mit der Rezension für Wünsch dir was: Der erste Wächter.

Rezension zu Wünsch dir was – Der erste Wächter

Wir beginnen in unserer Welt und wir lernen Romy kennen. Als erstes erfahren wir über Romy das sie selbst Liebesbücher schreibt, aber keine zufrieden stellende Liebe in ihrem Leben hat. Ihre Freundin Ella lädt sie zum ‚begießen‘ in eine hippe neue Bar ein. Dort nimmt die Geschichte dann ihren Lauf. Auf höchst magische Art und Weise landet sie in der zauberhaften Welt Cuptida.

Die Geschichte hat einige große Kernelemente, doch für mich stechen diese drei am Meisten heraus die Liebe, Wünsche und das Glück. Romys Liebesleben verlief bisher überhaupt nicht so wie sie es wollte und in ihr steckt einiges an Liebe die sie niemanden geben kann, außer ihrem Meerschwein Rudi. Daher ist es auch nicht verwunderlich das sie jeden Charakter süß/heiß/cool findet und das sie sich plötzlich in einer Liebesgeschichte wiederfindet. Zum Ende des Buches entwickelt es sich fast in eine Art Liebesdreieck, aber auf eine Weise verpackt das man sich daran erfreuen kann.

Das nächste Element sind die Wünsche. Wie man leicht erraten kann spielen sie die größte Rolle in den Büchern, obwohl sie in diesem ersten Teil noch nicht so wirklich auftreten. Wünsche machen hier nur ein paar kleinere Gastauftritte, aber man merkt schnell das die Autorin auf etwas hinaus will.

Glück ist ein weiterer Aspekt der einen Teil des Buches einnimmt. Im Laufe der Geschichte kommt ein Charakter hinzu dessen ganzes Sein auf Glück aufgebaut ist. An einer Stelle wird sogar direkt angeschnitten das Glück nicht gleich Glück ist. Also das Glück für den einen ist ein Unglück für den anderen.

Romy bleibt uns das ganze Buch über erhalten und nach einigen Anlaufschwierigkeiten zwischen uns habe ich sie richtig lieb gewonnen. Sie ist durch und durch tollpatschig, selbst nachdem sie einen besonderen Glücksbringer an sich gebunden hat. Hin und wieder können wir einem anderen Charakter über die Schulter schauen, was für mich unterhaltsamer war als in Romys Kopf zu sitzen.

Die Handlung verläuft nicht so wie man es gewohnt ist, aber es gibt auch keinen nennenswerten Twists. Kirsten Storm will einfach unsere Erwartungen etwas durcheinanderbringen und das gelingt ihr auch.

Der erste Wächter hat mich zuerst schwer enttäuscht. Ich habe es gelesen und wollte es weg legen, doch ich habe mich durch das erste Drittel gekämpft und die Geschichte wurde gleich darauf um so vieles besser. Der Sprachgebrauch von den Charakteren ist gut gewählt, keiner benutzt Worte die nicht passend klingen. Nur die Erzählstimme hat einige Momente wo ich nicht recht weiß was das jetzt genau soll. Jubilieren und giggeln wären solche Wörte. Das erste passt nicht von der restlichen Wortwahl und giggeln ist einfach zu englisch.

Obwohl teils wenig über die verschiedenen Charaktere bekannt ist, kann man sie plastisch fast spüren. Selbst die kleinen Nebenfiguren, welche nur für eine Szene relevant sind haben ihr eigenes Leben und das spürt man auch deutlich.

In die Welt selbst wurde ich nur an wenigen Stellen hineingezogen. Der Weltenbau kam mir ein wenig obligatorisch vor, die vielen namen der Rassen habe ich mir nicht gemerkt und auch die verschiedenen Länder sind an mir vorübergezogen.

Was hat für mich in Wünsch dir Was: Der erste Wächter funktioniert

  • Die Charaktere – Von solch einzigartigen Charakteren habe ich schon längere Zeit nicht mehr gelesen.
  • Die Handlung – Diese Geschichte kommt auch ohne einen Plottwist gut zurecht.
  • Die Zusammenhänge – Diese fremde Welt und unsere haben einige Dinge gemein und es wurde auf eine wundervolle Art und Weise dargestellt.

Was hat für mich in Wünsch dir Was: Der erste Wächter nicht funktioniert

  • Die Erde – Beziehungsweise die Vorgeschichte. Dieser Teil hat nichts zur Geschichte beigetragen. (Außer die Handlung in Gang zu setzten.) Es wirkte viel mehr wie ein Stopp der abgehackt werden musste.
  • Beziehungen zwischen manchen Charakteren – Vorallem die Beziehung zwischen Romy und Ella. Sie wirkte aufgesetzt und Romy wirkt viel zu klammernd und idealisierend.
  • Der Schreibstil- An einigen Stellen war mir das Ganze einfach zu gezwungen jugendhaft.

Titel: Wünsch dir Was: Der erste Wächter (Chronik der Wünsche 1)

Autor: Kirsten Storm

Seitenanzahl: 341 Seiten

Verlag: Self Publish

Preis: 0,99 €

Jetzt weißt du alles was es zu dem Buch zu wissen gibt. Wirst du Wünsch dir was – Der erste Wächter eine Chance geben? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine CK

The School for Good and Evil, Band 3: Und wenn sie nicht gestorben sind

Endlich habe ich die Trilogie geschafft. Traurig bin ich nicht, denn die Charaktere haben mich nicht gefesselt. Man merkt das ich kein Fan bin, oder? Erschwerend kam hinzu das der Druck von dem Buch mies war. Zuerst haben Seiten gefehlt, dann kam ein Teil zweimal vor und zum Schluss fehlten mir knapp 50 Seiten. Das hat mir einiges an Leselust geraubt. Ich glaube nächstes mal werde ich mehr darauf achten, ob das Buch in Ordnung ist. Mit dieser Kleinigkeit aus dem Weg geräumt fangen wir an:

Charaktere

Agatha

Sie ist ein wankelmütiges Etwas. Ich kann mit ihr nicht wirklich etwas anfangen. Sie scheint in jedem Kapitel sich anders zu entscheiden. Obwohl die anderen Hauptcharaktere sind auch so. Nur bei ihr ermüdet es mich am Meisten. Ansonsten hat sie sich aus meiner Sicht nicht allzu viel verändert. Noch immer dieses kleine Mädchen das dauernd überfordert scheint. Ich weiß auch nicht. Ich kann sie einfach nicht leiden.

Sophie

Auch Sophie ist wankelmütig, aber bei ihr kann ich den Grund sehen. Auch wenn es in manchen Kapiteln anstrengend wird, so verstehe ich zumindest ihre Begründung. Sie sucht und sucht und immer, wenn sie glaubt es gefunden zu haben entpuppt es sich als falsch. Sie wünscht sich doch nur ihr Happy End. Warum gibt man es ihr nicht?

Tedros

Er könnte mir kaum egaler sein.  Ich weiß wirklich nicht ob und was ich von ihm halten soll. Er reagiert immer nur. Ich kann mich an kein Mal erinnern in dem er selbst etwas an der Geschichte geändert hätte.

Schoolmaster

Joa. Er war in Ordnung für einen Bösewicht, obwohl mir seine Motivation bis zum Schluss nicht ganz klar war.

Agathas Mutter

Sie war, wie immer, nur ein kurzer Gast in der Geschichte, aber ihre eigene Geschichte, die die nur kurz angeschnitten worden ist, klingt wie eine tragische Liebesgeschichte. Ich hätte lieber diese gelesen als die Geschichte von Sophie und Agatha.

Die Hexen aus 666

So gerne ich sie am Anfang hatte, so wenig kann ich sie jetzt leiden. Dot ist wieder fett und zwar nur weil sie über einen winzigen Aspekt bei einem Plan bestimmen wollte. Mitten in der Geschichte hat sie dann auf einmal einen Moment in dem sie ihre Dickheit verteidigt weil irgendwer, irgendwas unnettes gesagt hat. Power to the people schön und gut, aber sie wieder dick zu machen, mit einer so lausigen Erklärung finde ich bescheuert. Überhaupt diese Dot Affäre wirkt komisch auf mich. Im 2. Teil gibt es eine ganz gute Erklärung warum sie dünn wurde. (Zumindest kann ich mich erinnern das ich dachte: „Gut das ergibt Sinn.“) Aber sie dick zu machen, damit sie über 2 Namen bestimmen kann?! Nope, sorry das kapiere ich nicht.

Die anderen Beiden Hexen haben quasi keine Rolle. Jede hilft einmal oder zweimal mit und verschwindet dann wieder im Hintergrund.

Plot

Der Plottwist der keiner war. Ehrlich. Man hat schon im ersten Buch erahnen können worauf das hinaus läuft. Aber gut, die kleinen Wendungen die zwischendurch eingebaut worden sind waren im Gegensatz ganz nett. Stichwort Cinderella. 😉 Ihre Geschichte wurde ein wenig neu erzählt und klingt um einiges interessanter als die „echte“ Version. (Der lesenswerteste Teil von allen.)

Dieses hin und her zwischen Agatha und Sophie war innerhalb der kürzesten Zeit einfach nur langweilig. Teilweise hat es sich so angefühlt als wären die Sachen nur da um das Buch in die Länge zu ziehen.

Das Ende war nett. Es hat alles zusammengefügt und der Geschichte von Agatha und Sophie einen gelungenen Abschluss gegeben.

Schreibstil

Da gibt es nichts besonderes zu erwähnen. Es klang nett, an manchen Stellen wie ein klassisches Märchen an anderen nicht. Mir ist nichts spezielles von dem buch in Erinnerung geblieben.

Die Leserwelt

Jetzt kommen wir in leicht spoilerhafte Gefilde. Ich will nicht zu viel erwähnen, aber ich möchte zum Ausdruck bringen wie verwirrt ich von diesem Konzept bin. Wie gesagt spielt die Leserwelt in diesem teil eine größere Rolle im Buch und deswegen sage ich so wenig wie möglich dazu. Es ist einfach zum Haare raufen.

 

Was hat für mich gut funktioniert in Und wenn sie nicht gestorben sind?

Die Geschichte von Cinderella. Überhaupt alle Helden um ehrlich zu sein. Die waren noch witziger zu lesen als Agatha.

Der Plottwist, auch wenn er schon meilenweit erkennbar war.

Die Geschichte die vor Agatha und Sophie stattgefunden hat.

Was hat für mich nicht funktioniert in Und wenn sie nicht gestorben sind?

Die Charaktere. Außer Sophie habe ich zu keinem eine Beziehung aufbauen können.

Der Plottwist, weil er zu leicht durchschaubar war.

Die Leserwelt. Einfach nur ?

Der Buchdruck. Ich mein schau nur:

Buchdruckproblem bei School of good and evil Und wenn sie nicht gestorben sind
Buchdruckproblem

 

Fazit zu Und wenn sie nicht gestorben sind

Meh. Die Trilogie hat für mich super angefangen. Das Buch habe ich praktisch verschlungen, aber bei den letzten Beiden Teilen wurde ich nicht einmal ansatzweise hineingesaugt. Eigentlich traurig. Es hatte viel Potenzial. Trotzdem würde ich dir dieses Buch empfehlen, wenn du ein Fan von Cinderella, Peter Pan, etc. bist. diese und noch einige andere Helden kommen in dem Buch vor und retten es für mich ein wenig.

Was hast du von dem Buch gehalten? Schreib mir doch in den Kommentaren.

Deine CK

The girl without magic – Rezension

Heute habe ich wieder eine Rezension von einem Buch. Keinen Klassiker. Ein bisschen Abwechslung muss sein. 😉 Der Roman heißt the girl without magic von  Megan O’Russell. Also fangen wir an.

Allgemein

Titel: The girl without magic  (Chronicles of Maggie Trent #1)

Autor: Megan O’Russell

Seiten: 231

 

Die Charaktere

Maggie Trent

Sie ist unsere Hauptcharakterin. Sie kommt aus einer Variante unserer echten Welt. In Ihrer Welt existiert Magie und so etwas wie ein Clan-System existiert. Aber viel mehr müssen wir nicht wissen, denn in dieser Welt sind wir überhaupt nicht. Wir sind in „in the Sirens realm“ und einer anderen Welt. Malina glaube ich. Sie ist eine starke Frau die weiß wie sie für sich selbst kämpfen muss. Ihre Gedanken sind manchmal nervig, aber alles in allem mag ich sie.

Bertrand Wayland

Er kommt aus der gleichen Welt wie Maggie, aber er kam wohl im 19. Jahrhundert „in the Sirens realm“. Wir erfahren so gut wie nicht über ihm. Es wird ein bisschen seine Vergangenheit in unserer Welt geteasert, und wir erfahren, dass er schon viele Abenteuern in den verschiedenen Welt erlebt hat. An Maggie scheint er einen besonderen Narren gefressen zu haben. Er versucht sie zu beschützen, aber ihr auch ein größeres Leben zu zeigen. Ich habe das Gefühl das es mit dem Fakt zusammen hängt das sie aus der selben Welt kommen.

 

Plot

Maggie fällt unabsichtlich hinein in „Sirens realm“. Und den ersten Teil des Buches versucht sie nur zu überleben. Sie lernt die Regeln der Siren. Und obwohl Bertrand sie als einer der ersten trifft, meidet sie ihn bis sie durch einen Sturm zu ihm gezwungen. Erst danach akzeptiert sie ihn und zusammen gehen sie auf ein Abenteuer.

Der Plot hat mich überhaupt nicht überrascht. ich habe zwar nicht voraussagen können was passieren wird, aber dennoch hat es sich wie ein Einheitsbrei angefühlt.

 

Schreibweise

An der Schreibweise war nichts sonderlich spannend. Das einzige was mir auffiel waren Maggies Gedanken. Die können nerven, aber dafür kommen sie auch nicht oft vor. Ihre Gedanken sollen die Szene ein wenig auflockern und auch wenn ich wirklich glaube das Maggie so denken würde, will es für mich nichts os richtig hineinpassen. Es wirkt so als hätte die Autorin sich gedacht: Haha, das wird so witzig klingen und hat es dann aufgeschrieben.

 

Worldbuilding

Ein extra Punkt speziell für dieses Buch. Den das hat der Roman bravurös gemeistert. Wir lernen 3 völlig unterschiedliche Welten kennen und jede fühlt sich auf ihre Weise spezielle an. Man wird hineingezogen und will gar nicht mehr raus. (So ähnlich wie Maggie.)

 

Was hat gut funktioniert?

Das Wordlbuilding. Das war herausragenden. Ehrlich so reiche Welten habe ich schon länger nicht mehr gelesen.

Die Personen. Ich habe absichtlich nur die 2 wichtigsten Figuren beschrieben, aber da waren noch so viel mehr Leute die diese Welten bewohnt haben. Nur gehe ich bei diesen schon fast auf einen Spoiler zu.

 

Was hat nicht funktioniert?

Der Plot. Es war einfach nichts frisches da.

Die Schreibweise. Auch hier war nichts da das mich hineingezogen hätte.

Die Beziehung zwischen den Figuren. Bis auf Maggie scheinen die anderen Figuren fast in einem Vakuum zu existieren. Ohne Maggie scheinen sie nicht viel zu tun. Deswegen fühlte es sich an manchen Stellen nicht ausgreift an.

 

Fazit zu The girl without magic

Ich bin hin und hergerießen, denn die Welten die die Autorin geschaffen hat sind schlicht und einfach zum Verlieben, aber bei fast allen anderen Themen fühlt es sich nicht ausgreift an. In Sternen ausgedrückt muss ich dem Roman 3 von 5 geben. Es hat einfach zu viele Kleinigkeiten gegeben die das Gesamtbild gestört haben.

Würde ich es trotzdem empfehlen?

Auf jeden Fall! Den das Worldbuilding war gigantisch. Aber vom Rest sollte man sich nicht zu viel erwarten.

Habt ihr das Buch schon gelesen? Wenn ja wie hat es euch gefallen?

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir schreibt. 😉

Eure CK

Dracula von Bram Stoker -Rezension


Da hatte ich mich wohl in der Woche vertan. Tut mir leid für die Pause. Dafür bekommt ihr dieses Mal die Rezension von Dracula von mir. Ich habe ein klares Defizit an Klassikern. Ich muss ehrlich sagen, ich kenne sie zwar vom Namen her, aber gelesen habe ich sie noch nie. Das will ich in diesem Jahr ändern und Dracula macht den Anfang. Außerdem will ich mit meiner Rezension etwas mehr auf das eingehen, was gut von der Geschichte ist und was nicht funktioniert. Wie genau ich das mache, werde ich mit den nächsten Rezensionen noch testen.

Allgemein

Titel: Dracula

Autor: Bram Stoker

Seiten: 486

Public Domain (!)

Die Charaktere

Bevor ich auf die einzelnen Charaktere eingehe, will ich sagen das das Buch schon 1800 heraus kam. Zu der Zeit wurde, meiner Meinung nach, noch nicht soviel wert auf die Charakterentwicklung gelegt. Zumindest fühlen sie sich zum großteils flacher an, als die heutigen. Deswegen wird der Abschnitt eher kurz und oberflächlich sein.

Jonathan Harker

Wir lernen ihn als erstes kennen. Er ist sehr pflicht bewusst und hat einen straken Sinn für Gerechtigkeit. (Obwohl es ihn schmerzt kehrt er in das Schloss Dracula zurück.) Eine wirkliche Veränderung ist nicht zu erkennen. Gerade das er verbittert gegen Dracula wird, aber wer wäre das nicht wenn seine Frau in Gefahr schwebt?

Mina Harker

Ich habe einmal eine Rezension gelesen in der sie als OP, over powered, bezeichnet wurde. Das kann ich nur teilweise nach vollziehen, aber alles in allem ist sie tatsächlich die stärkste Charakterin.

Lucy Westenra

Sie ist weniger ein Charakter als mehr ein Plotpoint. Sie bringt die Truppe zusammen und ja. Sie tut noch eine Sache, aber das wäre ein großer Spoiler, also lassen wir das.

Mina bezeichnet sie immer als lieb und hilfsbereit, aber aus meiner Sicht verhält sie sich normal freundlich. Redet mit älteren Herren und hat Mitleid mit einem Hund. Ihre Persönlichkeit hat keine wichtige Rolle sondern nur ihr Körper. Deswegen hätte sie auch fast eine Topfpflanze sein können.

Arthur Holmwood

Arthur hat es schwer. Innerhalb von wenigen Tagen verliert er fast alle seine lieben Menschen. Ansonsten sehe ich ihn al bewaffnete Topfpflanze. Wirklich wichtig ist er nur in ein paar wenigen Momenten. Wenn ich es mir recht überlege würde die Geschichte fast eins zu eins funktionieren, wenn er nicht da gewesen wäre.

So viel zu ihm.

Quincey P. Morris

Ich vergesse die Hälfte der Zeit über das er existiert. Sagt eigentlich genug.

Dr. John Seward

Aus seiner Sicht erleben wir auch einen Teil der Geschichte. Er wirkt wie ein kleiner Schoßhund des Professors. Fast immer sagt er ja und Amen. Nur einmal tut er etwas vollkommen aus sich heraus und das ist ein wichtiger Punkt in der Geschichte. Wenn van Helsing nicht dabei ist, ist er vorallem auf seinen Patienten Renfield fixiert. Der hat eine wirklich interessante geistige Störung. Zum Ende hin wird er weiser und etwas verbittert.

Professor Abraham van Helsing

Der berühmt, berüchtigte Vampirjäger ist ein Belesener. Falls ihr den Anime Van Helsing gesehen habt, vergesst ihn.  Dieser hier ist einfach ein Bücherwurm der einmal über Vampire gestolpert ist. So wie die Anderen Männer versucht er ein außerordentlicher Gentleman zu sein und das Leben vorallem für Mina und Lucy so angenehm wie möglich zu machen. Bis zur Hälfte des Buches ist er allerdings kaum mehr als ein Zaungast.

Renfield

Er ist nicht direkt eine handelnde Figur, aber er ist interessant. Seine zuvor angesprochene geistige Störung ist es, lebendige Wesen zu essen. Zuerst Fliegen, dann Spinnen und auch ein paar Vögel. Er glaubt dadurch deren Leben in sich aufzunehmen, besser gesagt deren Lebensenergie. Ein paar Mal wirkt er richtig klar im Kopf und dann beginnt er sofort mit Philosophie um sich zu schmeißen. (Was teilweise erst nach mehrmaligem Lesen seine volle Wirkung entfacht.

Dracula

Der Namensgeber darf natürlich nicht fehlen. Er funktioniert erstaunlich gut. Ich habe den Roman angefangen mit der Erwartung, das Dracula so ein komischer Bösewicht sein wird ohne das man jemals viel von ihm sieht oder ihn näher kennen lernt. Tatsächlich aber ist er ein eigener „Mensch“ der ganz ohne seine Gegenspieler funktionieren würde. Er existiert nicht einfach sondern sein Umfeld reagiert tatsächlich auf ihn. Wir lernen ein paar Dinge über ihn und seine Vergangenheit. Alles in allem ist er ein guter Bösewicht.

 

Also als kurze Zusammenfassung der Charaktere: 3 von Ihnen könnte man fast leicht durch Topfpflanzen ersetzten. Außer kleine Ausnahmen fügen sie der Geschichte nichts hinzu.  Aber das ist alles nur meine Meinung, ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir widerspricht.

 

Plot

Es gibt für mich keine offensichtliche Lücken nur an manchen Stellen sind die Charaktere langsam. Zum Beispiel rennt nur van Helsing mit einem Kreuz herum, obwohl sie wissen wie effektiv das gegen Vampire ist. Durch diese Blödheit haben sie zwar einen Vorteil, aber das Opfer muss leiden. Und in Wirklichkeit hätten sie es sich sparen können.

Nach heutigen Standards könnte das Buch in zwei Teile aufgeteilt werden. Ungefähr bei der Hälfte wäre das. Das ist jetzt weder gut noch schlecht, ich finde es einfach interessant wie sich die Buchwelt mit der Zeit entwickelt hat.

Ansonsten ist es spannend, aber vorhersehbar. Kann auch an mir liegen, weil ich die Geschichte schon so ungefähr kannte.

 

Schreibweise

Jetzt kommts. Die Idee alles aus Tagebüchern, Zeitungsberichten und so weiter zu beschreiben, habe ich bisher nie in so einer Form gelesen. Es ist spannend und man erfährt mit den Charakteren, was in ihrer Welt vor sich geht. Das hat mich bei diesem Buch am aller meisten beeindruckt.

Die Sprechweise der Charaktere ist schon lange aus der Mode und es sind einige Wörter dabei, die ich nachschlagen musste.

Der allergrößte Negativpunkt ist die Mundart von manchen Charakteren. Das war so anstrengend! Die Meisten die so geredet haben, habe ich einfach ignoriert oder nur im schnell Durchlauf gelesen. Nach einer besonders langen Rede in der Mundart habe ich das Buch für einen Tag zur Seite gelegt. Es war wirklich eine Qual.

 

Was hat funktioniert?

Die Erzählweise. Auf diese Art habe ich noch nie einen Roman gelesen und es hat mir wirklich Spaß gemacht.

Der Plot. Auch wenn es, für mich, vorhersehbar war ist es mehr als gelungen.

Das Böse. Dracula ist toll. Mehr kann ich dazu nicht wirklich sagen.

 

Was hat nicht funktioniert?

Die Charaktere. Für heute waren sie viel zu 2D.

Die Sprechweise. Ebenfalls auf das hohe Alter des Buches zurück zu führen. Und auf die schreckliche Mundart.

Die Rollenbilder. Bei den Charakteren habe ich diese nicht angesprochen, weil es klar war, das zu der Zeit die Frau noch als „Nieder“ angesehen wird. Obwohl für damals, denke ich macht der Roman doch einen großen Schritt nach vorne.

 

Fazit

Fast alle negativ Punkte sind auf das hohe Alter zurückzuführen, also finde ich kann man dem Buch volle Punkteanzahl geben. Wenn ihr euch mit der verstaubten Art anfreunden könnte, dann ist das Buch ein Muss.

Ehrlich mir fällt nicht mehr dazu ein.

Was sagt ihr zu meiner Einschätzung und zu dem neuen Format?

Eure CK

Blutmoor – Rezension

Hallo! Heute gibt es eine neuerliche Rezension. Wieder von Thomas Ehrenberger, dieses Mal geht es um seinen zweiten Roman Blutmoor. Der Autor hat mir netterweise ein Leseexemplar zukommen lassen.

Falls Ihr die erste Rezension lesen wollt: Hier gehts lang.

Allgemeines:

Name: Blutmoor

Autor: Thomas Ehrenberger

Verlag: Midnight

Seitenanzahl: 224 Seiten

 

Charakatere

Dieses Mal kommen mehr Charaktere vor, aber hier möchte ich nur die Wichtigsten vorstellen.

Sarah Spielmann

Auch dieses Mal ist Sarah der Star des Romans. In Blutmoor habe ich mir etwas schwerer mit ihr getan. Ich kann nicht genau sagen warum. Ich hatte mir sie anders erwartet. Bereits am Anfang erfahren wir das sich einiges in ihrem Leben geändert hat und ich denke das hat einfach eine falsche Erwartungshaltung bei mir hervor gerufen. Trotzdem versuche ich fair ihr gegenüber zu sein.

Einige ihrer Eigenschaften hat sie fast eins zu eins aus Bekenne deine Sünden übernommen. Zum Beispiel ihre Streitsucht mit dem Staatsanwalt Herr Handler. Das ist einer der Punkte die ich nicht nachvollziehen kann. Mittlerweile ist Sarah eine Chefinspektorin, aber sie schafft es nicht mit dem Staatsanwalt nett oder zumindest respektvoll um zu gehen. Das hat mich regelmäßig ein wenig rausgeworfen.

Aber man muss ihr zu Gute halten, dass sie ihr Bestes versucht. Im privaten Bereich hat sie sich tatsächlich fast vollkommen ins Positive verändert.

 

Fred Heberstreit

Er ist der neue Partner von Sarah. (Das war klar nachdem Epilog von Bekenne deine Sünden) In ein paar Situationen ist er mir zu großtuerisch, aber alles in allem ist er ein netter Zeitgenosse. Ich glaube ja fast er hat das von Sarah ein wenig übernommen. Auch bei ihm  hat sich einiges geändert.

Da er im vorigen Buch noch ein IT-Spezialist war hat er erstmal die Polizeischule durchlaufen müssen. Zu Beginn des Buches ist er seit ein paar Monaten ihr Partner. Bisher dürften sie nicht Großes zusammen erlebt haben, obwohl ihre Vertrautheit nahe legt das sie viel erlebt haben.

 

Simon Baumeister

Das ist der neue Chef der Kriminalabteilung. Allzu viel bekommen wir von ihm nicht mit. Das Meiste was wir erfahren, ist das er sich besser mit Sarah versteht. Ansonsten wirkt er auch ruhiger als der Letzte.

Alles in allem scheint er besser ausgerüstet zu sein um mit der launischen Sarah fertig zu werden.

 

Das Böse

Hat mich am Meisten beeindruckt. Das Böse im vorigen Buch war schon gut, aber hier hat sich der Autor noch einmal selbst übertroffen.  Die Hintergrundgeschichte ist gut ausgearbeitet und nicht von der Stange. (Zumindest nicht alles.)

 

Allgemeines zu den Charakteren

Dieses Mal war eine Schwäche sehr offensichtlich, aber das haben fast alle Krimis gemein, das die Charaktere erst zum Schluss eine Veränderung durchlaufen. Dafür ist diese Veränderung aber auch bahnbrechend für die Meisten. Dabei geht es nicht nur um das Wesen eines Menschen. 😉

 

Plot

Der Beginn der Geschichte war für mich ein wenig durchwachsen. Als Leser bekommt man einen Haufen Informationen vorgesetzt die später kaum beziehungsweise überhaupt nicht relevant sind. Andererseits ist man, wie im vorigen Teil, sofort im Geschehen drinnen. Ich sage einmal vorsichtig das es ein guter Start ist.

Dan wechselt die Ansicht, das tut sie übrigens sehr häufig, und da ist mein erstes echtes Problem. Statt mit Action weiter zu machen bekommen wir erstmal einen Infodump. Wobei vieles von den Informationen später nochmals vorkommen wird. Beziehungsweise findet sich auch eine kleine Zusammenfassung vom ersten Roman. Beides finde ich ein wenig zu viel.

Der eigentliche Plot ist dann sehr interessant. Man wird ein paar Mal in die Irre geführt., zwischendurch verdächtigt man eine Unschuldige Person. Es ist spannend.

 

Schreibstil

Ein Kritikpunkt von mir im vorigen Buch war die Redundanz und die muss ich sagen, dass hat sich ordentlich gebessert. Mir fällt nur eine Szene ein, die redundant ist. Das Böse hat das Opfer entführt, zuerst sehen wir aus der Sicht des Bösen und gleich darauf aus der Sicht des Opfers. Aber genau dasselbe. Eine einzige Emotion ist neu beim Opfer.

Ein anderer Punkt war die leicht fehlerhafte Logik. Das auf den Straßen nie irgendetwas los war.  Meine Kritik hat sich der Autor augenscheinlich stark zu Herzen genommen. Auch wenn es keine große Änderung war, so wirkt die ganze Stadt etwas lebendiger.

Dafür sticht mir etwas anderes stark ins Auge. Es gibt viele Stellen wo die Handlung von Informationen unterbrochen wird. Was sehr schade war. Vorallem eine Stelle hat mich aus dem Buch herausgeholt. Da ging es um den Punschkrapfen. Obwohl es interessant war, war es einfach unpassend. Ich war so überrascht von der Szene das ich einfach mal kurz aufhören musste zu lesen.

 

Fazit zu Blutmoor

Bis auf die Hauptcharakterin konnte ich mit allen Charakteren etwas anfangen. Es hat mir großen Spaß gemacht über den Fall zu lesen. Im Vergleich zum vorigen Roman kann man eine richtige Steigerung beim Erzählstil feststellen. Trotzdem muss ich sagen das es noch Schwächen gibt, aber trotzdem würde ich den Roman vom Herzen weiterempfehlen.

 

Wie habt ihr den Roman gefunden?

Eure CK