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Kategorie: Schreiben

Die Feier die fast keine war

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Ausnahmsweise werde ich mal richtig persönlich. Vor allem weil ich ein wenig Ärger los werden muss. 

Normalerweise meide ich die Familie meines Freundes. Es ist nichts persönliches, allerdings man spürt bei zu langem Aufenthalt wie die IQ Punkte fallen. Allerdings war gestern der Geburtstag meiner ältesten, noch-nicht-wirklich-angeheirateten Nichte. Für sie ertrage ich gerne den Fremdenhass und die Arbeitsunmoral für eine Weile.

Also wir kommen an, setzten uns erstmal zum Kaffee und reden ein Weilchen. Ziemlich ätzend. Bin wegen dem Kind hier nicht wegen den Erwachsenen. Na, gut ertrag ich’s halt eine Weile.

Nach einer Viertelstunde wird es mir zu doof und ich gehe zu den Kindern. Sofort wird mir alles gezeigt, sie bedankt sich herzallerliebst für die Geschenke und sie zeigt mir ein Video zu dem sie mitsingt. Ihre kleine Schwester ist immer dabei, also hab ich die doppelte Beschallung. Der Spaß kennt keine Grenzen. Wir tanzen mal zu dritt und mal wirble ich das Geburtstagskind durch die Luft.

Nach einer gefühlten Stunde brauch ich mal Pause. Was machen die tollen Erwachsenen auf diesem Kindergeburtstag? Sie spielen. Am blöden Handy.

Am liebsten hätte ich geschrien. Selbst mein Freund dem seine Nichte soooooo wichtig ist spielt am blöden Handy. Toller Geburtstag.
Sobald ich wieder halbwegs Kraft habe stürze ich mich wieder auf die Kinder. Klar gestern waren sie lange spazieren und haben viel erlebt,  allerdings wenn man schon zu einer KINDERgeburtstagsparty lädt sollte man auch dementsprechend feiern. Oder sehe ich das falsch?

Doch dann geschieht ein kleines Wunder.  Die Jüngere geht zu den Erwachsenen und fragt:“Tanzen?“ Die Oma dreht sofort Musik laut auf und die Erwachsenen beginnen mit den Kindern zu tanzen. Zusammen eiern wir herum. Die schwangere Mutter filmt uns und wir lachen bis der Bauch weh tut.

Nach ein paar Liedern ist jeder fix und fertig und somit ist es Zeit für die nächste Kaffeepause. Nach einer Weile wollen die Kinder wieder spielen. Und das zweite Wunder des Tages! Mein Freund spielt mit uns! Die Anderen älteren Herrschaften sind noch zu fertig, aber immerhin einer macht mit. So wurde der Tag für ein kleines Mädchen gerettet.

Jetzt geht es mir wesentlich besser! Hattet ihr auch mal so ein ähnliches Erlebnis mit Verwandten? Oder seid ihr vielleicht jemand von den doofen Erwachsenen die sich immer zurück ziehen?

Photo via VisualHunt.com

Wie das Leben spielt

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Ein langer Abend neigt sich dem Ende
Wie sie gelacht haben!
Sie wird zur Legende

Schon immer war sie die einladende
Alle mochten sie, vor allem die Knaben
Ein langer Abend neigt sich dem Ende

Jetzt zeigt sich ihr Lebensende
Wie sich alle an ihr laben
Sie wird zur Legende

Es schmerzt so sehr, ihre Lende
Bald werden sie sie verscharren
Ein langer Abend neigt sich dem Ende

Sieh wie sie da liegt, flach atmend
Von der Kälte wird sie bald erstarren
Sie wird zur Legende

Ihr Sohn schreit wütend
Die Tochter hievt sie auf den Karren
Ein langer Abend neigt sich dem Ende
Sie wird zur Legende

 

Photo credit: Eric Vondy via Visualhunt.com / CC BY-NC-ND

Tiefes Wasser

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Ihr Lachen wehte über’s Land
Während sie steht, gab der Boden nach
Bald fand sie sich am Strand.

Fest klammerte ihre Hand,
Überall das Holz zerbrach
Ihr Lachen wehte über’s Land.

So weit weg, der rettende Rand
Was wohl kam danach?
Bald fand sie sich am Strand.

In ihr war ein Brand
Das Wasser war vielfach
Ihr Lachen wehte über’s Land.

Rasant ihre Hoffnung schwand
Um sie herum alles war schwach
Bald fand sie sich am Strand.

Sie fand sich wieder im weichen Sand
Der Tod, was für eine Schmach
Ihr Lachen wehte über’s Land
Bald fand sie sich am Strand.

 

Photo via Visual hunt

Mein überdimensionales Projekt

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Eigentlich wollte ich nie so…offen über mein Projekt schreiben sondern meine Geschichten alles erzählen lassen. Nun ja es wird noch eine Ewigkeit dauern, deswegen will ich ein wenig über mein Universum reden. Außerdem ist es schon lange her das ich über die Vorgeschichte geschrieben habe.

So ähnlich wie bei diversen Comicbüchern handelt es sich um ein Multiversum, allerdings lange nicht so exzessiv. Es gibt ’nur‘ drei Universen. Wobei in meinem Fall wohl Sphären treffender wären.

Lasst uns am Anfang beginnen:
Zuerst ist da unsere Erde. Aufgrund von massiven Überflutungen wird der Großteil der Oberfläche zerstört.
Ein Mann mit Vater, beide mit massiven Gott komplexen, wollen Retter der Welt spielen. Sie haben sich auf so eine Situation vorbereitet. Sie haben ein riesiges Gebiet beim Mount Everest gekauft und gesichert. Außerdem haben sie tonnenweise Arbeitsmaterial dorthin geschafft. Der Vater überlebt die Flut nicht (Herzversagen) und der Sohn rutscht in eine Krise. Lucia steht ihm beiseite. Zusammen ersinnen sie einen Plan für die Zukunft, denn Lucia hat großes vor.
Sie hatte eine ältere Schwester vor der Flut. Mit dieser hatte sie kleine Behälter in denen Ratten lebten. Alle hatten unterschiedliche Lebensbedingungen. (Kein Licht, Extrem viel Wasser, nur ein Männchen, etc.) Bei der Flut ging alles verloren. Allerdings hat sie jetzt die Möglichkeit das neu zu erleben nur in sehr viel größer.
Der mit den Gott komplexen lässt abgesperrte Siedlungen bauen. Das wird allerdings einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen und sie wollen als junge Menschen darüber herrschen. Die Technologie ist noch nicht soweit, weswegen sie in einen Kryoschlaf versetzt werden. Lucia will aber alleine herrschen, weswegen sie den Beratern (die sich derweil um die Geschäfte kümmern) aufträgt nur sie wieder aufzuwecken.
Gesagt, getan nach einigen hundert Jahren steht Lucia aus ihrem Schlaf auf. Es wurde ein Roboter gebaut der ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie ist zufrieden und lässt ihr Bewusstsein übertragen. Sie beginnt zu herrschen.

Auf der Welt ist derweil viel passiert. Insgesamt 24 Siedlungen sind entstanden und alle haben unterschiedliche Lebensbedingungen, allerdings nicht auf die Bedürfnisse des Körpers bezogen sondern viel psychologischer. (Glaube an Gott verbieten/erlauben, Inzest legalisieren, Rassismus fördern,…)

In einer Siedlung lebt Sam. Sam ist nichts besonderes. Ein bisschen kränklich und eher zurück gezogen. Außer seiner Mutter hat er niemanden. Sein Vater starb im Gefängnis. Allerdings hinterließ ihm dieser einen Plan und einen Schlüssel. Beides vergammelt in einer Schublade. Eines Tages taucht Samantha auf. Es war alles nur eine Verwechslung für sie wäre beides bestimmt gewesen. Samantha überzeugt Sam mit ihr aus der Siedlung auszubrechen. Mit einem lauten Knall verschwinden die schützenden Wände. Und sie sehen sich der absoluten Wildnis gegenüber.
Sie treffen auf Widerstandskämpfer und nach langen Kämpfen zwingen Sie Lucia in die Knie. Diese will aber ihren Untergang nicht wahr haben und lässt Bomben auf der gesamte Erde hoch gehen.
Ein Mann, der sich im Stillen gegen Lucia auflehnte, flüchtet mit seinen Adoptivkindern zum Luftschiff das einzig für Lucia bestimmt war. Dort muss er sich von ihnen trennen, denn Lucia ist knapp hinter ihm. Er lässt die Rakete mit den Kindern an Bord aufsteigen und so werden sie gerettet. Die letzten Menschen.

Irgendwann treffen sie in der weiten Galaxis auf ein Schiff mit zwei Aliens. Sie sind Ihnen freundlich gesonnen und beginnen auf sie aufzupassen. Während sie so durch den Weltraum treiben erklären die Aliens den Kindern ihr Hobby.
Planeten züchten.
Jedes Kind bekommt seinen eigenen Samen zum Aufpassen. Auf diesen Planeten beginnt neues Leben und die Kinder werden zu Göttern ihrer eigenen Welt. Sie können Gesetze erlassen (Pinker Himmel, Menschen können nicht sterben, keine Fleischfressenden Tiere,…) können von weit weg regieren oder sich mitten in das Geschehen stürzen.

 

Natürlich war das längst nicht alles aber der gröbste Umriss. Falls Ihr euch fragt wo die dritte Sphäre ist…glaubt ihr das Aliens rein zufällig in der Nähe eines zerstörtem Planeten sind?

Wie gefällt es euch? Habt ihr noch Fragen? Ich beantworte alles sehr gerne.

Die Frau am Steuer

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Photo credit: dalechumbley via VisualHunt / CC BY-NC-ND

Eine Aussicht über das kalte, trübe Meer,
Das Luftschiff segelt auf den toten Winden.
Keine Chance auf Heimkehr.

In einer Hand den Speer.
Nur um diesen Kontinent zu finden.
Eine Aussicht über das kalte, trübe Meer.

In diesem endlosen Luftmeer,
Ihre Hoffnungen schwinden.
Keine Chance auf Heimkehr.

Wie ein alter Feldheer,
Steht sie, und weiß sie müssen sich weiter schinden.
Eine Aussicht über das kalte, trübe Meer.

Für dieses Abenteuer gewinnt sie keine Lorbeer,
Wie lange sie sich wohl noch winden?
Keine Chance auf Heimkehr.

Ihr größtes Begehr,
Dort können sie es finden!
Eine Aussicht über das kalte, trübe Meer.
Keine Chance auf Heimkehr.