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Kategorie: Schreiben

Villanelle

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Ich habe mich dazu entschieden regelmäßig Villanellen zu schreiben.

Warum?
Weil es nicht so „anstrengend“ ist wie die anderen Gedichtformen ist, obwohl mir die auch besser als erwartet gefallen. Außerdem will ich über die Charaktere in meinen Geschichten schreiben. Ich hab das Gefühl als könnte ich sie dann besser verstehen. Oder vielleicht auch ihre Geschichte mir besser vor Augen halten. Die Villanelle über Santos verrät eigentlich schon relativ viel über seinen Zustand und wie es dazu kam.

Das klassische Reimschema ist: A1bA2 abA1 abA2 abA1 abA2 abA1A2

Kurze Geschichte zur Villanelle: 
Zum ersten Mal wurde sie im 16. Jahrhundert in Italien niedergschrieben. 17. bis 19. Jahrhundert war sie so gut wie ausgestorben. Im 20. Jahrhundert wurde diese plötzlich wieder relevant.
Klassische Dichter: Sylvia Plath, Dylan Thomas, Eugene O’Neill,…
Moderne Dichter: Claire Kelley,…

Musik beim Schreiben?

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Ich persönlich brauche es meistens, denn zu hause habe ich selten Ruhe. Mein Freund hört gerne laute Musik die mich ablenkt einen anderen Raum kann und will ich nicht nutzen also habe ich Kopfhörer. Theoretisch nicht meine eigenen, aber wenn er sie nicht nutzt…

Bei mir läuft entweder ein Soundtrack von Spielen (Animal Crossing, Kingdom Hearts …) oder auch manchmal klassische Musik (Mozart, Bach, Strauß,…)

Warum so etwas spezielles?

Videospielmusik wurde entworfen damit man möglichst lange konzentriert bleibt. Und es macht einfach Laune. Wenn an einmal eine fröhliche Szene bei Hüpfgeräuschen von Mario geschrieben hat weiß was ich meine.

Klassik hat einen ähnlichen Effekt und überhaupt bin ich ein Fan davon. Liegt wohl an meiner Erziehung. Statt Kinderlieder hatte ich Opern auf CD.

 

Warum verzichte ich auf typische Musik?

Der Gesang lenkt mich ab. Natürlich gibt es auch andere Musik ohne Gesang, aber irgendwie gefällt mir die nicht.

Also, wie handhabt ihr das?

Photo credit: Thomas Hawk via Visual Hunt / CC BY-NC

Der Musikant

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Johann Strauß

Seine Geige umklammert er mit der linken Hand während er vorsichtig mit dem Bogen über die Saiten streicht. Der Wind umhüllt ihn und nimmt seinen Tönen jeden Raum. Sein ganzer Körper, sogar die Hände und das Gesicht glänzen in der Sonne golden. Womit hatte er das verdient?

Früher war er ein hoch angesehener Künstler von vielen verehrt. Noch mehr liebten ihn. Doch heute steht er nur noch da und spielt im Park zwischen weißen Bögen für die Vögel rund um ihn. Keiner interessiert sich mehr für ihn. Alle wollen sie nur ein Foto vom goldenen Mann.

Eine Taube landet zu seinen Füßen. Still steht er da und spielt weiter für sie mit seinen kalten, steifen Fingern während der Wind keinen Raum für seine wunderschönen Töne lässt.

 

Photo credit: archer10 (Dennis) 92M Views via Visual Hunt / CC BY-SA

Kampf

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Zwei Katzen liegen auf der Lauer. Ihre Beute ist ein langes, dünnes Fädchen. Dem schwarz, weiß geflecktem Männchen wird das zu blöd und zieht von dannen. Er widmet sich lieber wieder dem Schälchen mit Essen.

Aber sie die schwarze Dame sagt zu sich:” Dieses dumme Ding starrt mich schon lange an. Dem muss eine Lektion erteilen.”

Rasend springt sie das Schnürchen an. Sie fetzten sich. Wie ein Meister legt es sich um den Hals des Tigers. Diese wird fuchsteufelswild und reißt es sich vom Körper. Kurz herrscht Ruhe. Nur das knautschen ihres Gefährten ist zu hören.

Nach kurzer Zeit stürzt sich die Katze wieder auf die wehrlose Schnur. Dieses Mal bekommt sie diese zu packen. Sie verschlingt es mit wenigen Bissen. Nun ruht die Schnur in ihrem Magen und bereitet sich auf den nächsten Angriff vor.

 

Photo credit: play4smee via VisualHunt.com / CC BY-NC

Der Träumer

Vielen lieben Dank an GLORIAMONIQUE für die Nominierung. Wie so oft bin ich in das etwas mörderische verfallen, aber ich glaube dennoch mir ist es ganz gut gelungen.

 

In der Bibliothek herrscht reges Treiben. Leider hält sich kaum einer an die angemessene Lautstärke. Verärgert schiebt er sich seine Brille zurecht.
An manchen Tagen würde er gerne schreien. Heute ist kein solcher Tag, nein heute würde er endlich handeln. Nacht für Nacht träumt er davon. Selbst im Wachen hört er das Knistern und spürt die Hitze auf seiner Haut. Bald wird die Sonne günstig stehen.
Seine Finger beginnen zu kribbeln. Noch muss er sich gedulden, aber das hält ihm nicht vom Träumen ab. Mit seiner Brille und der allzu gütigen Sonne würden diese Leute sterben. Bald werden sie brennen.

 

Wie es die alten Traditionen verlangen nominiere ich,…

Offen Schreiben

Paul Fehm

TEILZEITPOET

mit den Begriffen Drucker, Fahrrad, Hauptstraße einen 100 Wort langen Drabble zu schreiben.

Ich freue mich schon von euch zu lesen!