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Kategorie: Wissen

Einen eigenen Verlag eröffnen?

Die Autorin Kristen Martin, welche bereits einige Bücher erfolgreich veröffentlicht hat, hat mich auf die Idee eines ganz eigenen Verlages gebracht.

Braucht man das?

Laut Kristen Martin, ja. In ihrem Youtube Video erklärt sie das es unglaublich wichtig ist. Link
Im Gegensatz dazu ist J. F. Penn erst vor kurzem Verlagsinhaberin geworden. Davor hatte sie bereits ein sechsstelliges Einkommen.

Also auf den ersten Blick sieht es so aus, als bräuchte man nicht unbedingt einen eigenen Verlag, aber es gibt bestimmt noch mehr dazu zu sagen, also schauen wir mal.

Vorteile eines eigenen Verlags

  • Du, persönlich, bist bei Klagen etwas besser abgesichert.
  • Es wirkt professioneller.
  • In Zukunft kannst du auch Bücher von Fremden/Freunden/etc. verlegen.
  • Bessere Trennung von dir und deiner Firma.

Nachteile eines eigenen Verlags

  • Viel Gesetzestextleserei. (Egal ob ihr einen Anwalt engagiert oder nicht, es wäre immer gut, wenn ihr selbst halbwegs etwas von den Gesetzten versteht mit denen ihr arbeiten müsst)
  • Mehr Arbeit, vor allem bei der Verrechnung (Hierfür kann man einen Fachmenschen organisieren)

Also Vorteile überragen die Nachteile.

Disclaimer: Das nachfolgende beschreibt die österreichische Wirtschaftslandschaft. In Deutschland kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen, aber darauf gehe ich nicht ein da es bereits mehr als genug Seiten dafür gibt. Außerdem will ich mich selbst nicht verwirren.

Mein momentaner Chef ist Funktionär (?) bei der Wiener Wirtschaftskammer. Mit ihm habe ich darüber gesprochen und er meinte, es ist trotz allem nicht notwendig als Erstlingsautor einen Verlag zu gründen.
Denn: steuerlichen Entlastungen  kommen erst bei einem Jahresumsatz von 30.000 €.
Klagbar: Falls es zu Plagiatsvorwürfen kommt steht sowieso der Autor vor Gericht nicht (zwingend) der Verlag, also da bist du ungeschützt. Ansonsten kann ich mir keine Klagen vorstellen die Autoren betreffen können. (Abgesehen von Steuerhinterziehung, deswegen braucht man den Fachmenschen.) Wirklich gut geschützt falls du eines Tages auf dein Existenzminimum geklagt werden solltest, wärest du erst in eine GmbH, dafür brauchst du aber eine Einlage von 30.000 €.

Also ja es gibt viele Vorteile einen eigenen Verlag zu eröffnen, aber mann muss es nicht sofort tun. Ich persönlich denke die wohl beste Methode wäre, einmal abzuwarten wie die Bücher sich verkaufen. Falls es tatsächlich so groß wird das sich die Rechtsform einer Firma auszahlt, kann man das noch immer im Nachhinein machen. Zu beachten ist allerdings das bereits veröffentlichte Bücher nicht einfach auf einen Verlag umgeschrieben werden können. Ihr müsstet diese neu einstellen und würdet so mögliche Rezensionen verlieren und
Mein Lieblingsbeispiel J. F. Penn hat ihre zuvor veröffentlichten Bücher einfach weiter auf Amazon stehen gelassen und veröffentlicht jetzt die neuen in ihrem Verlag Curl Up Press.
Die Buchserie bleibt erhalten, dass heißt auf Amazon deutet nichts daraufhin das sich irgendetwas am Buch geändert hat.

Ein großer Vorteil ist natürlich die Trennung von dir und deiner Firma. Das geht auch ohne eine Firma per se, aber es wird um einiges einfacher.

Falls ihr noch fragen habt recherchiere ich gerne noch mehr. Ansonsten noch einen schönen Abend!

Photo via VisualHunt.com

Wie man vom Schreiben leben könnte

Gleich mal vorweg: DIE GESCHICHTEN STEHEN AN 1. STELLE!
Hier geht es vor allem darum was ich gelernt habe und ein bisschen um meine Träumereien.

Ich beschäftige mich seit knapp 3 Jahren mit diesem Thema. Am Anfang vermehrt auf Deutsch und das Ergebnis war enttäuschend. So ziemlich jeder meinte Verlagsautor ist die einzige Möglichkeit, nur dabei wird einem einiges an kreativem Eigentum genommen. Wie das Coverdesign, der Titel, die Gestaltung des Innenteils und wohl noch ein paar andere Sachen. Und trotzdem muss man sich um die Vermarktung selbst kümmern. Irgendwie hat sich das für mich wie zwielichten Sache angehört.