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Scientology – Die Sekte

Scienetology Kirche Hamburg
Scienetology Kirche Hamburg

Seit meinem letzten Beitrag zu verrückten Menschen ist schon ein bisschen Zeit vergangen und da ich mit meinem Roman sowieso nicht so recht weiterkomme habe ich mir gedacht: ich erzähle euch was ich weiß über Scientology.

Von Scientology hast du sicher schon einmal gehört. Das ist die komische Sekte *ähem* Religion in der so viele Promis sind. Ich hab mir vor kurzem eine Dokumentation dazu auf Netflix angesehen: Going Clear: Scientology and the Prison of Belief. Falls dich die Organisation mehr interessiert kann ich dir den Film wärmstens empfehlen.

Falls das für dich eher so ein Naja-Thema ist dann interessiert dich vielleicht mein bescheidener Beitrag eher.

Fangen wir bei den prominenten Mitgliedern an. Wer bekennt/bekannte sich zu der Sekte?

Tom Cruise (lange Zeit das Gesicht der Religion)
John Travolta & Kelly Preston
Giovanni Ribisi (wuchs in der Sekte auf)
Juliette Lewis
Leah Remini (2013 ausgestiegen)
Jenna Elfman
Kirstie Alley
Lisa-Marie Presley & Priscilla Presley (angeblich ausgestiegen)
Peaches Geldof
Jada Pinkett Smith (angeblich ausgestiegen)
Elisabeth Moss (wuchs in der Sekte auf)

Dianetik - Der Grundstein für Scientology
Dianetik – Der Grundstein für Scientology

und noch viele mehr.

Wie hat das alles eigentlich angefangen?

L. Ron Hubbard wollte Geld verdienen, also schrieb er ein Buch. Dieses Buch war Dianetik im Original „Dianetics“. Dieses Buch ist der Grundstein für Scientology. Einige Tage war das Buch an der Spitze der New Yorks Bestseller, aber bald schon verschwand es wieder und der erhoffte Geldregen blieb aus. Was tat Hubbard? Er gründete eine Religion, aber zu seinen Lebzeiten sollte Scientology nie als Kirche anerkannt werden. Er starb 1986.

Gleich darauf übernahm David Miscavige die Geschäfte. Relativ bald kam die Steuerbehörde und verlangte einige Millionen Dollar an Steuern. Das konnte sich die Kirche nicht leisten, also wurde von ihnen aus gegen die Steuerbehörde „ermittelt“. Man sammelte Prozesse in denen die Mittelschicht bzw. armen schlecht behandelt wurden und zerrte die Behörde dann vor das Gericht. Diese Negativschlagzeilen wären fatal gewesen also suchte man das Gespräch mit der Kirche. Miscavagies einzige Forderung war, die Kirche sollte offiziell anerkannt werden. Die Behörde lenkte ein. Außerdem schaffte Scientology es Dianetik und einige weitere Bücher von Hubbard als „Glaubensmaterial“ darzustellen. Daher müssen die Gewinne aus den Verkäufen auch nicht versteuert werden.

Was sind die Praktiken von Scientology?

Es fängt an mit einfachen Selbstwertschätzungsübungen. Das ist erstmal nichts schlechtes. Laut einem früheren Mitglie

d sind da wirklich hilfreiche Sachen dabei.

E-Meter („auditing“)

Das ist der nächste Schritt. Der E-Meter ist so etwas wie ein Lügendetektor. Man hält 2 Metallbecher in den Händen, diese werden unter Strom gesetzt (für den Menschen nicht einmal spürbar) und sind mit einer Maschine verbunden. Auf dieser Maschine kann man mit Hilfe einer Nadel „die Maße der Gedanken“ messen. Ein Auditor (Zuhörer) stellt einem Fragen über seine momentane Situation, was schief läuft, etc. Wenn die Nadel bei den schlechten Dingen nicht mehr ausschlägt gräbt man tiefer. „Hat ihre Mutter Sie einmal beschimpft?“ „Wie war ihre 1. Ehe?“ etc. Dabei müssen die Auditoren mitschreiben. Jedes kleinste Detail, falls sich die verhörte Person gegen sie wendet haben sie etwas in der Hand um sie zurück ins Boot zu holen oder zumindest ihren Schaden zu begrenzen.

Außerdem soll das der einzige Weg sein um unsichtbare Aliens aus dem Körper der Person zu bekommen. Eigentlich nicht direkt Außerirdische sondern tote Seelen die plötzlich an einem haften. Eine Session um sie los zu werden soll 400 $ kosten.

Sea Corps

Das ist die Spezialeinheit bzw. die Workforce. Diese Leute arbeiteten für einen Hungerslohn. 5c bis 30c pro Stunde. Das waren keine angenehmen Aufgaben, sie mussten Boote auf Vordermann bringen und Häuser herrichten damit dann die Stars darin wohnen können.

Bridge innerhalb von Scientology
Bridge innerhalb von Scientology

Stufensystem – Pyramide

Nicht jeder ist ein gleichguter Scientologe. Nein jeder beginnt bei Stufe Purification Rundown. Durch verschiedene Kurse kann man sich hoch arbeiten bis zur letzten Stufe Operating Thetan  XV. (So weit ich verstehe wurden diese nachträgliche von David Miscavige, dem momentanen Anführer.) Ich weiß nicht genau wie viel solche Kurse kosten, aber ein Mann im Film sprach von mehreren hunderttausend Dollar und er war noch nicht einmal ganz oben. Man kann sich also vorstellen das Leute wie Tom Cruise bereits mehrere Millionen hinein geworfen haben müssen. 

Xenu wie ihn South Park sieht
Xenu wie ihn South Park sieht

Der eigentlich Glaube hinter Scientology

Als OT III bekommt man einen Aktenkoffer. Der Inhalt ist das woran die Kirche wirklich glaubt. Xenu (ein außerirdischer Diktator) brachte Millionen sogenannte Teegeeacks zur Erde stellte sie zu den Vulkanen und jagte sie mit Wasserstoffbomben in die Luft. Nicht zu vergessen das das ganze vor 75 Millionen Jahren stattfand. Die Vulkane existierten damals noch nicht. Sie sind erst im Laufe von einigen Millionen Jahren durch Plattenbewegungen entstanden, aber das ist Xenu egal.

 

Abschottung

Manche Menschen werden als Risiko für die Sekte gesehen. Wenn die Kirche jemanden als gefährlcihes Individuum einstuft musst man den Kontakt zur Person abbrechen. Egal wer es ist. In dem Film ist ein Mann der keinen Kontakt mehr zu seiner Ex-Frau, Sohn, Bruder, Onkel und einigen anderen hat. Also einfach gesagt seiner gesamten Familie.

Okay sie sind Irre, aber immerhin tun sie niemanden weh.

Weit gefehlt. Es gibt unzählige Berichte von früheren Mitgliedern. Die Meisten berichten von psychischer Gewalt aber auch von körperlicher. Vor allem David Miscavige soll gefallen an Gewalt gefunden haben. 

Angeblich hat er seine engsten Vertrauten, als sie begannen die Lehren zu hinterfragen, zusammen in ein Zimmer gesperrt haben. Sie bekamen nur dürftig zu essen und hatten keine Möglichkeit sich sauber zu machen. Sie hätten einander verpfeifen müssen dann wären sie raus gekommen. Keiner sagte etwas. Herr Miscavige kam auf die glorreiche Idee „die Reise nach Jerusalem“ mit ihnen zu spielen. (Man tanzt um die Sessel, wenn die Musik stoppt muss man einen Sitzplatz haben oder man fliegt raus.) Der der zum Schluss auf den Sessel sitzt durfte in der Sekte bleiben. Die Männer begannen einander zu schlagen und aufeinander einzuprügeln. Zum Schluss meinte Miscavige es dürfen alle bleiben, aber sie sollen doch endlich reden.

Fazit zu Scientology

Eine Sekte die ihren Mitgliedern Geld aus den Taschen zieht, sich selbst bereichert und von dem Leid anderer lebt. Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen, aber mir tut jetzt schon der Kopf weh. Eines muss ich den Leuten aber lassen: Sie wissen sich zu vermarkten. Auf ihrer Website findet man nichts von dem Glauben an Xenu und natürlich keine Berichte über die Gewalt nur über ihre tollen Hilfsorganisationen. (In der Entzugsklinik sollen Menschen gestorben sein, über das Rehabilitationsprogramm für Verbrecher finde ich nur Beiträge von Scientology)

Habt ihr den Film oder einen ähnlichen gesehen? Was denkt ihr von der Sekte? Ich würde mich über eine Diskussion freuen!

Deine CK

Published inSpaßWissen

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