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Schlagwort: Fiktion

Der reichste Mann von Babylon – Rezension

Heute habe ich einmal keinen klassischen Roman für dich, sondern ein Buch über Finanzen. Aber warte bevor du die Seite schließt, denn es ist mehr als das. Den Der reichste Mann von Babylon leiert nicht altbekannten Phrasen herunter und erklärt sie, sondern man wird in das alte Reich des wunderschönen Babylon entführt. Dort treffen wir auf aller Hand Männer (dazu später mehr).

Zu erst sollten wir das Warum klären. Warum lese ich dieses Buch?

Der einfach Grund: Ich habe Geldsorgen. Keine Probleme, aber die Sorgen werden mehr. Deswegen war es auch eher ruhig auf meinem Blog. Ich habe nach Möglichkeiten gesucht die Sorgen zu bekämpfen. (Keine Sorge ich werde jetzt zu keinem Finanzblog^^) Mir ist klar das dich solche Themen nicht interessieren und deswegen werde ich es auch fern von diesem Blog halten. Einmal im Jahr werde ich einen kleinen Bericht über meine Investitionen bringen und hin und wieder Bücher über Finanzen, aber dafür muss das Buch einen Mehrwert für Autoren haben. Der reichste Mann von Babylon hat diesen Mehrwert.

Allgemeines zum Buch

Autor:  George Samuel Clason
Übersetzerin: Antoinette Gittinger

Seitenanzahl: 208 Seiten
Amazon

Plot

Es gibt mehrere Kurzgeschichten, in welchen immer neue Figuren vorkommen. (Manchmal werden alte Bekannte erwähnt) All diese Geschichten haben eine Moral. Einmal wird über das Glück gesprochen und das man es nicht einfach ziehen lassen soll und das man sich schnell entscheiden soll. Erstmal nichts besonderes. Das hat wohl jeder schon einmal gehört, aber die Figuren die darin vorkommen bekommen alle einzigartige Geschichten. Manche steigen vom Sklaven bis zu einem angesehenen Kaufmann auf, andere haben schon davor ein angenehmes Leben und steigern sich noch weiter.

In jeder ihrer Geschichten geht es um ein anderes Thema rund ums Geld.

Schreibstil

Der ist…speziell. So wie wir uns vorstellen das die Leute im Mittelalter geredet haben ist das Buch geschrieben, also zumindest die direkten Reden. Davon gibt es jede Menge. Manche Geschichten bestehen nur aus einer langen direkten Rede. Trotzdem sieht man sehr viel von der Welt in Babylon. Vor allem der Schluss ist toll, dort wird die Geschichte von Babylon kurz illustriert. Von ihren bescheidenen Anfängen über ihre Blütezeit bis hin zu ihrem Verfall. Mir persönlich hat es gefallen mal eine Geschichte nur in der direkten Rede zu lesen. Aber dafür habe ich auch nicht alles am Stück lesen können, dafür war es einfach zu anstrengend.

Die Sache mit den Frauen

Das Buch spielt in einer Zeit lange bevor unsere begann. Dementsprechend müsst ihr mit viel Misogynie rechnen. Eine handelnde Frau kommt auf all den 200 Seiten vor! Es ist eine werdende Mutter die sich bei einem Wachposten erkundigt ob die Mauern der Belagerung standhalten werden. Ihr Mann liege mit hohem Fieber im Bett. Die Wache versichert ihr das alles gut gehen wird und so kehrt sie zu ihrem kranken Mann zurück.

Frauen werden als etwas beschrieben das man mit Wohlstand befriedigen muss. Ich glaube in einer der Geschichten bleibt die Frau bei dem Mann obwohl er bitter arm ist. Bei zweien kehrt sie zu ihrem Vater zurück, weil sie das arme Leben nicht erträgt. (So scheint es zumindest.)

Nur für das Protokoll: Ich heiße so etwas überhaupt nicht gut! Aber als ich dieses buch kaufte wusste ich nichts über den Inhalt und nach kurzer Recherche stellt sich heraus der Autor hat das Buch um 1926 geschrieben. Also zwischen den Beiden Weltkriegen. Damals herrschte noch ein völlig anderes Bild. Vielleicht könnt ihr unter diesem Licht die Misogynie entschuldigen. (Mir fällt es selbst schwer)

Charaktere

Es kommen viele vor. Jeder hat seine Eigenarten, aber es sticht keiner wirklich heraus.

Fazit zu Der reichste Mann von Babylon

Wenn du über Misogynie hinweg sehen kannst und dich für Finanzen interessierst würde ich dir dieses Buch ans Herzen legen. ABER! Es ist kein Allheilmittel. In all diesen Geschichten geht eines hervor: Reichtum, oder besser gesagt Wohlstand ist harte Arbeit.

Star Wars Rezension – Schülerin der dunklen Seite

Die letzte Rezension ist schon ziemlich lange her. Als Ausgleich hier ein Buch das ich innerhalb von 3 Tagen gelesen habe^^ Und dann auch noch eine Star Wars Rezension 😀

Gleich mal vorweg. Ich liebe Star Wars und auch die TV-Serie Clone Wars. Regelrecht verschlungen habe ich die Serie und als sie abgesetzt wurde war ich mehr als wütend. Deswegen habe ich jetzt beschlossen die Bücher (die eigentlich Folgen in der Serie hätten sein sollen) aufzugreifen. Wie immer habe ich vorher nicht recherchiert und bin wohl mitten in der Buchserie gelandet. ^^

Titel: Star Wars- Schülerin der dunklen Seite
Seiten: 409
Autorin: Christie Golden
Übersetzter: Andreas Kasprzak
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Klappentext:

Klug, packend und unvergesslich – einer der besten Star Wars-Romane!

Im Krieg zwischen den Armeen der dunklen Seite der Macht und der Republik um die Kontrolle der Galaxie wird die Taktik des Sith Lords Count Dooku immer brutaler. Trotz der Macht der Jedi und ihrer militärischen Fähigkeiten wächst die Zahl seiner Opfer stetig an. Um ihn endlich zu stoppen, wenden sich die Jedi hilfesuchend an seine ehemalige Schülerin und Kopfgeldjägerin Asajj Ventress, die ihn gemeinsam mit Quinland Voss ins Visier nehmen soll. Asajjs Wunsch nach Rache an ihrem einstigen Meister ist groß, doch selbst für erfahrene Jäger ist Dooku eine gefährliche Beute …

Ich hab sofort an den ewig langen Scrolltext denken müssen der vor jedem Film läuft denken müssen.^^ (Auch bei der Serie gibt es diesen noch, aber der wird jetzt gesprochen was das Ganze bedeutend dynamischer macht)

Das erste im Buch ist ein Vorwort von Katie Lucas. (Adoptivtochter von George Lucas) In dem sie ausdrückt wie sehr sie Star Wars liebt und das es schon immer ein Teil von ihr war. Außerdem scheint sie das ursprüngliche Skript für die TV-Folgen geschrieben zu haben.

Charaktere

Quinland Vos: In der Serie kam er 2 oder 3 Mal vor. Er wirkte halsbrecherisch und überhaupt nicht wie der typische Jedi. Im Buch geht es genauso weiter. Das macht er sich zu Nutze als er Asajj sucht. Den sie darf nicht wissen das er ein Jedi ist.
Er durchlebt bei weitem die Meisten Veränderungen. Diese machen ihn zu meinem 2. Lieblingscharakter.

Asajj Ventress: Sie ist die eigentliche Hauptfigur. Ihr Name verrät schon alles. Kalt und unnahbar. Sie war auf der dunklen Seite wandte sich aber schon vor dem Buch von dieser ab. Wir finden sie auf der Jagd nach einer Zielperson. Da Quinland sich als gewöhnlicher Kopfgeldjäger ausgibt, lehnt Asajj die Zusammenarbeit vehement ab. Sie lässt sich dann aber doch erweichen. Ihre Veränderung ist so subtil das es mir erst im Nachhinein aufgefallen ist. Ihre inneren und äußeren Kämpfe machen sie zur menschlichsten Figur.
Sie war schon vor dem Buch meine Liebling und das hat sich nur noch weiter gesteigert. Man sieht nun viel mehr von ihrer Vergangenheit und damit auch von ihrem Schmerz.

Count Dooku: Obwohl er die Zielperson ist kommt er ziemlich selten vor. Was man von ihm sieht entspricht genau seinem Serien Ich. Arrogant, unhöflich und geht über Leichen.

Obi-Wan Kenobi: Darf natürlich nicht fehlen. Ruhig und kalkulierend. Man kann auch seine Zerrissenheit gegenüber dem Rat sehen. Er wiedersetzt sich den direkten Befehlen um das zu tun was er für Richtig hält.

Anakin Skywalker: Große Überraschung das er da ist. Nicht. Spaßig ein wenig Blödsinn im Kopf. So wie wir ihn aus der Serie kennen. Außerdem wird für ein paar Seiten seine Bindung zu Padme gezeigt.

Die Anderen Charaktere kommen nur kurz vor und entsprechen ihrem Serien Ich.

Plot

Bis zur Hälfte erratbar. Also keine besonderen Twists, aber auch nicht so als  Danach wird es um einiges „nebeliger“. Was mich nur noch mehr angespornt hat zu lesen. Es ist alles klar verfolgbar. Alle losen Enden werden aufgeklärt.
Wobei ich ziemliche Probleme mit Teilen des Plots habe. Nicht weil ich ihn nicht verstehe, sondern weil ich diesen unpassend finde. Ich will hier nicht spoilern, aber falls du das Buch gelesen hast: Ich meine die Szene im Park kurz vor dem 2. Missionsantritt. Was meinst du dazu?

Schreibstil

Was mir besonders auffiel, war das selten etwas zum riechen und hören da war. Wie etwas aussieht habe ich noch lebhaft in Erinnerung aber nicht mehr den ganzen Rest. Bei einer Szene fiel es mir irgendwie besonders auf. Das war bei einem Feuerwerk. Irgendwie habe ich die ganze Zeit im Hinterkopf „Das ist kein Buch sondern ein Film.“ Ich kann es mir nicht erklären, aber irgendwie bin ich mir selbst im Weg gestanden.

Fazit

Ich bin vielleicht ein wenig voreingenommen in dem Fall, schließlich geht es um meinen Liebling Asajj.^^ Aber ich finde das Buch, vor allem wenn du Star Wars Fan bist, auf jeden Fall lesenswert. Allerdings wäre Vorwissen angebracht. Ich denke das Buch kann einem auch gefallen, wenn man zum ersten Mal was von Star Wars sieht, aber da beispielsweise die Ränge bei den Jedi überhaupt nicht erklärt werden, kann es doch etwas holpriger werden. (Wenn du die Filme gesehen hast sollte das vollauf genügen.)



Naris – die Legenden von Mond un Sonne Teil 3

Teil 1

Teil 2

Endlich fertig! Das ging jetzt bedeutend schneller als erwartet.

Es gehört schon eine ordentliche Portion von Ahnungslosgkeit meinerseits dazu, wenn man erst am Ende versteht warum es 3 Teile sind. Beginn, Hauptteil und Schluss. Ich finde das es dadurch nicht mehr so zusammenhängt, aber das kann auch einfach an mir liegen.

Den Schreibstil überspringe ich, dazu gibt es nichts mehr zu sagen.

Charaktere

Ich will sie alle so gern haben, aber es klappt nicht ganz. Bei manchen fehlt der kleine Funke.

Zum Beispiel Bregenne. Anfangs wirkt sie stark und unumstößlich, aber je weiter die Geschichte voranschreitet wird sie…schwächer. Es gibt Szenen wo ihre Stärke durchscheint, aber ich finde an den falschen Momenten. Jetzt zum Schluss ist  etwas passiert, was das Schwache in ihr wohl untergehen lässt. Auf eine Weise die leider nicht wünschenswert ist.

Kyndra hat sich toll entwickelt. Das weitere was ihr wohl passieren wird scheint noch viel interessanter zu sein.

Nediah ist für knapp 10 Minuten unglaublich wichtig und verschwindet dann fast vollkommen. Er wird erwähnt, aber mehr nicht.

Kait passiert das gleiche.

 

Plot

Sehr spannend zum Lesen, aber leider vorhersehbar. Keine „Twists“ in dem Sinne. Es sind Dinge die schon in hundert anderen Geschichten passiert sind. Trotz allem ist es spannend zu lesen. Die kleinen Fetzen von Subplot die durchscheinen sind rätselhafter, aber dafür bei weitem nicht so interessant.

Achtung mini Spoiler! Es gibt im Prinzip nur einen Subplot…Liebe, gut bei manchen kann es auch Freundschaft werden, aber so wie es aufgebaut ist…

Fazit

Wenn es auch nicht stört, dass ihr spätestens nach ~ 200 Seiten die Plotpunkte ungefähr erraten könnt, ist das Buch wärmstens zu empfehlen. Wie ein paar Mal erwähnt ist es sehr spannend zum Lesen und das Ende verspricht einem einen großartigen zweiten Teil.

Wie gesagt ist es ein Erstling Werk der Autorin. Und dafür ist es außergewöhnlich gut.

Hoffentlich habe ich euch angestiftet das Buch zu lesen. So oder so einen schönen Tag noch!