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Schlagwort: Schreibangewohnheit

Wie schreibe ich an meinen Geschichten?

Hallo mal wieder! Heute habe ich mir überlegt, dass ich euch beschreibe wie ich arbeite. Ist zwar nichts Besonderes, aber es ist meins. 🙂

Schritt 1 – Viel auf Zetteln kritzeln

Die Meisten nutzen ja Notizbücher. Erstmal nicht schlecht, aber die kleinen sind mir zu klein und die großen zu unhandlich. Deswegen habe ich mir angewöhnt auf leeren Seiten alles auf zu schreiben. Da kann es dann sehr unübersichtlich werden. Falls es zu schlimm wird, schreibe ich das wichtigste auf einen neuen Zettel.

Was für Sachen schreibe ich auf?

Meist habe ich schon eine ungefähre Vorstellung wie die Geschichte starten und enden soll. Deswegen überlege ich am Meisten bei den Charakteren herum. Sobald sie halbwegs solide sind, beginne ich mit einer Outline. In die Outline rutschen dann hin und wieder Gesprächsfetzten oder Trivia über die Charaktere. Dann lasse ich es ein paar Stunden vielleicht sogar Tage liegen und lese es mir erneut durch. Wenn es mir passt, gut, wenn nicht dann schreibe ich es noch einmal neu.

 

Schritt 2 – Google Docs

So sieht die Übersicht bei Google Docs aus.
So sieht die Übersicht bei Google Docs aus.

Den 1. Entwurf schreibe ich in Google Docs. Falls ihr das nicht kennt: Es ist eine Anwendung von Google (eh klar) die man auf jedem Internetfähigem

So sieht das Fenster aus während dem Schreiben bei Google Docs.
So sieht das Fenster aus während dem Schreiben bei Google Docs.

Gerät nutzen kann. Es ist zwar nicht extra fürs

Roman schreiben gedacht, aber ich finde es praktisch. Ich kann in der Arbeit am PC schreiben. In der U-Bahn am Handy und zuhause am PC oder Tablet. Das ist wichtig für mich, da ich nie eine Ausrede habe das ich das Dokument nicht dabei habe. Ich finde trotzdem immer wieder genug Ausreden. 😉

 

Schritt 3 – Pause

Das hört man immer wieder und ist auch wirklich wichtig. Man gewinnt Abstand und bekommt eine neue Sicht auf seinen Text. Ich kann es nur

 

Schritt 4 – Editing/Neu schreiben

Bei mir hat es sich etabliert, dass ich den Text meist vollkommen neu schreibe. Das kommt meist daher, dass ich schon während dem Schreiben Veränderungen vorgenommen habe, die ich jetzt rückwirkend schreiben muss.

Nachdem ich den Text neu geschrieben habe, lasse ich ihn meist noch einmal ein paar Tage liegen.

 

Schritt 5 – Editing

Jetzt geht es wirklich ans Eingemachte. Im Moment bin ich noch unzufrieden mit meinem Editing Prozess, deswegen gehe ich nicht allzu genau darauf ein.

Jedenfalls:

  • Streiche ich prinzipiell alle unnötigen Füllwörter
  • Schaue mir jede direkte Rede an ob klar ist wer spricht (Wortwahl, etc.)
  • Außerdem versuche ich auf die Sinne zu achten. Jeder sollte angesprochen werden.

Warum bin ich unzufrieden mit meinem Prozess?

Weil ich das Gefühl habe nicht tief genug zu graben. Aber ich bin überfordert und weiß nicht wo ich bohren soll. Mein 1. Roman ist momentan bei einer Lektorin, ich glaube nach Ihrer Rückmeldung kann ich mich besser orientieren.

 

Schritt 6 – Testleser

Mit Testlesern, habe ich bisher sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Zuersteinmal habe ich viel zu viele angeworben und drei von sechs haben sich seitdem nicht mehr bei mir gemeldet. Naja. Von den Dreien die sich gemeldet haben, habe ich mit einer „Rückmeldung“ fast nichts anfangen können, dafür waren die anderen Beiden toll.

Beim nächsten Mal werde ich mehr Wert auf die Suche legen.

 

(Schritt 7 – Lektorat

Das wäre mein idealer letzter Schritt. Momentan ist der Prozess noch so chaotisch, das der letzte Schritt nicht zuletzt kommt, aber das macht nichts. Irgendwann klappt es richtig.)

 

Das war mein Schreibprozess, gerne würde ich mehr über meinen Veröffentlichungsprozess reden, nur leider habe ich noch nichts veröffentlicht. ^^‘

Wie ist das Schreiben bei euch? Auch so chaotisch wie bei mir?

Ich freue mich über Eure Kommentare!

Eure CK

Wie kann kannst du dich motivieren?

Nachdem ich hin und wieder mit meinen Zielen hadere, habe ich mich mit der lieben Motivation auseinandergesetzt. Wie immer beruht alles hier auf meinen Ansichten. Vielleicht sind sie in euren Augen falsch und das ist in Ordnung. Ich würde mich freuen mit euch darüber zus schreiben.

Ziele

Alles der Reihe nach. Zuerst müsst ihr euch ein Ziel suchen das ihr erreichen könnt. Es genügt nicht einfach zu sagen: Ich schreibe so lange ich Lust habe.

Nach fünf Minuten wird euch das ganze langweilen und ihr werdet euch etwas anderes suchen.

Was wären solche erreichbaren Ziele?

Das kommt immer auf eure Situation an. Wie viel Zeit ihr habt/Wie gut es euch geht, etc.

Trotzdem eine kleine Auflistung die wohl jeder schaffen kann:

  • An einem Tag 500 Wörter
  • 1 Seite editieren
  • Figur erstellen

Jedes dieser Ziele sollte in einem Tag zu schaffen sein. Also separat meine ich. Am Anfang sind solche Ziele toll und je besser ihr werdet, desto höher könnt ihr sie stecken.

(Mein persönliches Ziel ist momentan 3 Seiten pro Tag zu editieren. Aber nur was die Geschichte angeht. Der Feinschliff folgt noch.)

Willenskraft

Motivation ist schön und gut, aber ihr braucht eine Menge Willenskraft dafür. Die Möglichkeiten, die ich unten anführe, benötigen ebenfalls eine gewisse innere Standhaftigkeit.

Wie könnt ihr diese aufbringen?

Da kann ich euch nur sagen nicht aufgeben. Der Anfang ist immer am schwersten, aber mit diesen Hilfen könnte es euch besser gelingen.

Belohnung

Jedes Mal wenn ihr ein Ziel erfüllt, gönnt euch etwas, dass nur für euch ist. Vielleicht ist das eine Massage, spezielle Süßigkeiten, einen Abend mit Freunden ausgehen, etc. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Der Vorteil von diesem Prinzip ist, dass es unser Gehirn besonders gut anspricht. Besonders wenn die Belohnung unmittelbar auf das positive Verhalten folgt (Ziel erreicht -> sofort den Urlaub buchen).

Laut Studien wird sogar noch mehr von dem Glückshormon freigesetzt, wenn man etwas unerwartetes geschenkt bekommt. Eher schwierig, wenn man sich selbst beschenkt, aber man könnte ein Familienmitglied oder einen Freund bitten, zu helfen.

Mögliche Belohnungen:

  • Videospiele
  • Wellness Wochenende
  • Konzertbesuch

Bestrafung

Das genaue Gegenteil, wenn ihr euer Ziel nicht erreicht, dann nehmt ihr euch selbst etwas weg und nehmt es erst wieder, wenn ihr das Ziel erreicht habt. Oder als zusätzliche Bestrafung ihr bekommt es erst wieder, wenn ihr das Ziel und eine Zusatzaufgabe erfüllt.

Irgendwann wenn ihr genug Routine habt, wird es euch vielleicht sogar schon weh tun, wenn ihr diese Tätigkeit nicht ausüben könnt. (Ich kenne niemanden persönlich, bei dem das so funktioniert. Nur Berichte von Bloggern/Youtubern/etc.)

Es gibt keine Studie die sich ausschließlich auf Bestrafung spezialisiert. Ein Indiz dafür, dass es bei weitem nicht so effektiv ist wie die Belohnung. Trotzdem funktioniert es für manche Menschen besser. Probiert es einfach selbst aus.

Mögliche Bestrafungen:

  • Ihr deinstalliert eine App, die ihr sehr gerne nutzt.
  • Ihr verzichtet auf einen Abend mit Freunden.
  • Internetverbot

Eine Tätigkeit würde ich nicht als Strafe benutzen, denn irgendwann verbindet ihr diese mit einem Unwohlsein. Beispielsweise das Putzen.

Die Wiederholung

Wenn man etwas lang genug macht, kann man sich gar kein Leben mehr ohne dieses Etwas vorstellen. Fast Food, ein Videospiel, das Internet, etc.
Also kann man sein Gehirn auch so trainieren. Am besten funktioniert es ergänzend zur Belohnung.

Hier wäre auf Dauer zu empfehlen etwas abseits vom Bildschirm zu machen, aber es ist natürlich kein Muss. Euer Lieblingsknabberzeug würde sich wohl am Besten eignen. Es ist relativ schnell erledigt und danach wollt ihr unbedingt mehr, also schreibt ihr sofort weiter. Um dieses Gefühl erreichen zu können, braucht man einiges an Übung, aber es ist machbar. (Sagt man mir zu mindestens)

Rituale

Dieses ähnelt sehr der Routine. Der einzige Unterschied ist, dass ihr diese vor der Tätigkeit erledigt die euch näher zum Ziel bringt.

Ein Ritual muss nichts Großes sein. Bei mir genügt es, wenn ich auf meinem Arbeitsplatz sitze und schon bekomme ich Lust zu schreiben. Wenn ich zu Hause bin, fällt mir das bedeutend schwerer. Es geht allerdings noch leichter, in dem ihr beispielsweise einen speziellen Tee trinkt oder eine ganz bestimmte Duftkerze anzündet. Diese Kleinigkeiten helfen bereits euch darauf einzustimmen z. B. mit dem Schreiben anzufangen.

Mögliche Rituale:

  • An einen speziellen Ort gehen.
  • Duftkerze anzünden.
  • Spaziergang unternehmen.

Ablenkung

Da habt ihr den Feind von Motivation und Co. Ihr kennt das bestimmt: Gerade setzt ihr euch hin zum schreiben und hoppla das Handy vibriert. Oh cool! Jenny hat gerade ihren Status aktualisiert. Gleich mal reinschauen. Nach einer halben Stunde wird es euch zu öd und ihr beginnt wieder zu schreiben und, zack, die nächste Ablenkung.

Das ist schlecht. So könnt ihr keine Konzentration aufbauen und ihr kommt nicht voran. Um produktiv und motiviert zu bleiben, müsst ihr alle Ablenkungen um euch herum ignorieren. Okay nicht ganz alle. Falls euer Haus abbrennt und so etwas, aber ansonsten konzentriert euch auf euer Ziel und ihr werdet es erreichen.

So nachdem ich das aus dem Weg geräumt habe, muss ich etwas gestehen. Ich lasse mich oft ablenken. (Liegt wohl daran das ich in der Arbeit schreibe und hin und wieder doch arbeite. 😉 )
Jedenfalls finde ich es teilweise angenehm abgelenkt zu werden. Vor allem beim Editing. Warum? Hin und wieder hänge ich an einem Wort oder Satz fest und komme einfach nicht voran. Dann lasse ich es für ungefähr 10 Minuten liegen, oder so lange der Kunde eben da ist, und stürze mich danach von neuem darauf. Dadurch habe ich frische Gedanken. Meistens fällt es mir danach leichter, besseres für den Satz das Wort zu finden.
Also Ablenkungen sind schlecht, wenn sie zu lange dauern, aber bei der Ideenfindung können sie hilfreich sein.
Mein Tipp für euch wäre: Wenn ihr schreibt, dann schreibt ihr. Wenn ihr Ideen sucht, dann tut ihr alles irgendwie zu gleich.

Zusammen ist man stärker

Falls ihr noch nicht Teil einer Schreibgruppe oder einen Schreibkumpel habt würde ich euch dringend dazu raten. Wenn ihr euren Fortschritt einmal in der Woche vergleicht, oder auch öfters, dann spornt ihr euch gegenseitig enorm an.

Zumindest ist das mein persönlicher Weg. Probiert aus ob dieser euch liegt und, wenn nicht dann probiert herum und findet euren Eigenen!

Ich würde mich freuen euren Weg kennen zu lernen.

Eure CK

Photo via VisualHunt.com