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Schlagwort: Tom

Blutmoor – Rezension

Hallo! Heute gibt es eine neuerliche Rezension. Wieder von Thomas Ehrenberger, dieses Mal geht es um seinen zweiten Roman Blutmoor. Der Autor hat mir netterweise ein Leseexemplar zukommen lassen.

Falls Ihr die erste Rezension lesen wollt: Hier gehts lang.

Allgemeines:

Name: Blutmoor

Autor: Thomas Ehrenberger

Verlag: Midnight

Seitenanzahl: 224 Seiten

 

Charakatere

Dieses Mal kommen mehr Charaktere vor, aber hier möchte ich nur die Wichtigsten vorstellen.

Sarah Spielmann

Auch dieses Mal ist Sarah der Star des Romans. In Blutmoor habe ich mir etwas schwerer mit ihr getan. Ich kann nicht genau sagen warum. Ich hatte mir sie anders erwartet. Bereits am Anfang erfahren wir das sich einiges in ihrem Leben geändert hat und ich denke das hat einfach eine falsche Erwartungshaltung bei mir hervor gerufen. Trotzdem versuche ich fair ihr gegenüber zu sein.

Einige ihrer Eigenschaften hat sie fast eins zu eins aus Bekenne deine Sünden übernommen. Zum Beispiel ihre Streitsucht mit dem Staatsanwalt Herr Handler. Das ist einer der Punkte die ich nicht nachvollziehen kann. Mittlerweile ist Sarah eine Chefinspektorin, aber sie schafft es nicht mit dem Staatsanwalt nett oder zumindest respektvoll um zu gehen. Das hat mich regelmäßig ein wenig rausgeworfen.

Aber man muss ihr zu Gute halten, dass sie ihr Bestes versucht. Im privaten Bereich hat sie sich tatsächlich fast vollkommen ins Positive verändert.

 

Fred Heberstreit

Er ist der neue Partner von Sarah. (Das war klar nachdem Epilog von Bekenne deine Sünden) In ein paar Situationen ist er mir zu großtuerisch, aber alles in allem ist er ein netter Zeitgenosse. Ich glaube ja fast er hat das von Sarah ein wenig übernommen. Auch bei ihm  hat sich einiges geändert.

Da er im vorigen Buch noch ein IT-Spezialist war hat er erstmal die Polizeischule durchlaufen müssen. Zu Beginn des Buches ist er seit ein paar Monaten ihr Partner. Bisher dürften sie nicht Großes zusammen erlebt haben, obwohl ihre Vertrautheit nahe legt das sie viel erlebt haben.

 

Simon Baumeister

Das ist der neue Chef der Kriminalabteilung. Allzu viel bekommen wir von ihm nicht mit. Das Meiste was wir erfahren, ist das er sich besser mit Sarah versteht. Ansonsten wirkt er auch ruhiger als der Letzte.

Alles in allem scheint er besser ausgerüstet zu sein um mit der launischen Sarah fertig zu werden.

 

Das Böse

Hat mich am Meisten beeindruckt. Das Böse im vorigen Buch war schon gut, aber hier hat sich der Autor noch einmal selbst übertroffen.  Die Hintergrundgeschichte ist gut ausgearbeitet und nicht von der Stange. (Zumindest nicht alles.)

 

Allgemeines zu den Charakteren

Dieses Mal war eine Schwäche sehr offensichtlich, aber das haben fast alle Krimis gemein, das die Charaktere erst zum Schluss eine Veränderung durchlaufen. Dafür ist diese Veränderung aber auch bahnbrechend für die Meisten. Dabei geht es nicht nur um das Wesen eines Menschen. 😉

 

Plot

Der Beginn der Geschichte war für mich ein wenig durchwachsen. Als Leser bekommt man einen Haufen Informationen vorgesetzt die später kaum beziehungsweise überhaupt nicht relevant sind. Andererseits ist man, wie im vorigen Teil, sofort im Geschehen drinnen. Ich sage einmal vorsichtig das es ein guter Start ist.

Dan wechselt die Ansicht, das tut sie übrigens sehr häufig, und da ist mein erstes echtes Problem. Statt mit Action weiter zu machen bekommen wir erstmal einen Infodump. Wobei vieles von den Informationen später nochmals vorkommen wird. Beziehungsweise findet sich auch eine kleine Zusammenfassung vom ersten Roman. Beides finde ich ein wenig zu viel.

Der eigentliche Plot ist dann sehr interessant. Man wird ein paar Mal in die Irre geführt., zwischendurch verdächtigt man eine Unschuldige Person. Es ist spannend.

 

Schreibstil

Ein Kritikpunkt von mir im vorigen Buch war die Redundanz und die muss ich sagen, dass hat sich ordentlich gebessert. Mir fällt nur eine Szene ein, die redundant ist. Das Böse hat das Opfer entführt, zuerst sehen wir aus der Sicht des Bösen und gleich darauf aus der Sicht des Opfers. Aber genau dasselbe. Eine einzige Emotion ist neu beim Opfer.

Ein anderer Punkt war die leicht fehlerhafte Logik. Das auf den Straßen nie irgendetwas los war.  Meine Kritik hat sich der Autor augenscheinlich stark zu Herzen genommen. Auch wenn es keine große Änderung war, so wirkt die ganze Stadt etwas lebendiger.

Dafür sticht mir etwas anderes stark ins Auge. Es gibt viele Stellen wo die Handlung von Informationen unterbrochen wird. Was sehr schade war. Vorallem eine Stelle hat mich aus dem Buch herausgeholt. Da ging es um den Punschkrapfen. Obwohl es interessant war, war es einfach unpassend. Ich war so überrascht von der Szene das ich einfach mal kurz aufhören musste zu lesen.

 

Fazit zu Blutmoor

Bis auf die Hauptcharakterin konnte ich mit allen Charakteren etwas anfangen. Es hat mir großen Spaß gemacht über den Fall zu lesen. Im Vergleich zum vorigen Roman kann man eine richtige Steigerung beim Erzählstil feststellen. Trotzdem muss ich sagen das es noch Schwächen gibt, aber trotzdem würde ich den Roman vom Herzen weiterempfehlen.

 

Wie habt ihr den Roman gefunden?

Eure CK

Bekenne deine Sünden – Rezension

Ich bitte um Trommelwirbel. Nun habe ich es endlich wieder geschafft eine Rezension zu schreiben. (Und die schenke ich euch als kleines Weihnachtsgeschenk 😉 ) Der Roman ist Bekenne deine Sünden von Thomas Ehrenberg.

Er hat mir sein Buch als Leseexemplar geschenkt wofür ich mich noch einmal bedanke! 🙂

Also dann fange ich mal mit den allgemeinen Sachen an:

Titel: Bekenne deine Sünden

Autor: Thomas Ehrenberger

Verlag: Midnight

Seitenzahl: 218 Seiten

Größe: 1318.0 KB

ISBN: 978-3-95819-121-1

Erscheinungsdatum: 3. Juli 2017

 

Soweit so gut. Dann mache ich in üblicher Manier weiter.

 

Charaktere

Sarah Spielmann

Am prominestens ist Sarah.  Sie ist quasi der Star des Romans. Die Meisten Ereignisse sehen wir aus ihrem Kopf heraus. Sie ist neurotisch hat „einige Zwänge“ obwohl wir nur einen ausgiebigen Putzzwang wirklich miterleben. Früher war sie Profilerin beim FBI und kam erst vor kurzem nach Wien.

Ihr Charakter hat mich überrascht. Wenn man so etwas wie Criminal Minds schaut, denkt man bei Profiler an kühle Menschen. Im Gegensatz dazu hat sie Feuer unterm Hintern. Ein Mensch geht ihr auf die Nerven? In Gedanken prügelt sie schon auf ihn ein. Sonst ist sie auch nicht die angenehmste Zeitgenossin. Sie lässt gerne den Rüpel raushängen.

Es hat Spaß gemacht in ihrem Kopf zu sitzen. Über ihre Vergangenheit erfahren wir am Meisten. Die ersten Kapitel aus ihrer Kindheit sind interessant, aber bald schon fühlt es sich überflüssig an. Als Leser kann man sich denken was passiert, aber der Autor will ihre Kindheit zu Ende erzählen. Was zu mehr oder weniger schönen Parallelen für den Charakter führt.

Außerdem scheint Sarah Ihren Zwang ziemlich gut kontrollieren zu können, denn er taucht in keinen wirklich ungünstigen Situationen auf, sondern nur dann wenn er nicht zu sehr im Weg ist.

Obwohl sie am Meisten behandelt wird, hat sie, meiner Meinung nach, die späteste Entwicklung. Es ist auch verständlich, wenn sie von einem metaphorischem Zug überfahren wird.

Peter Horvath

Die zweite wichtige Figur. Ein eingefleischter Ermittler im Wiener Team. Er symbolisiert den typischen Wiener. Angefangen mit seinem Sprechtick bis hin zur Sucht nach Leberkäsesemmeln. Wenn er diesen nervigen Tick nicht hätte, könnte ich ihn super leiden. Leider muss ich sagen das er nicht überzogen dargestellt ist. Manche Wiener reden wirklich so. :/

Seine Vergangenheit wird auch behandelt, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie Sarahs.

Er hat eine folgenschwere Veränderung . Ich wundere mich ein wenig das diese nicht schon früher eingesetzt hat. Aber besser spät als nie^^

Fred

Er wird als ein typischer Nerd beschrieben. Viel mehr ist von seinem Charakter erstmal nicht bekannt. Nach und nach wird er wichtiger, aber trotzdem ist er sehr blank. Gut, im Polizeipräsidium kann man nicht wie man selbst sein, deswegen ist das keine Kritik sondern eher eine Feststellung.

Zum Schluss bekommt er eine 180 Grad Veränderung. Ich bin schon ganz hibbelig mehr zu erfahren. ^^

Joshua

Ich will nicht über ihn reden.  :/

Dr. Ende

Obwohl er nicht oft vorkommt mag ich ihn. Er ist er Typ der jeden mit unnützer Information vollstopft. Ich mag solche Leute. ^^

Das Böse

Da dies ein besonderes Herzstück ist, will ich gar nicht genau darauf eingehen. Aber so viel sei gesagt: Es sind interessante Geschichten dahinter und das Verhalten ist gut nachzuvollziehen.

 

Handlung

Großteils hat mich die Handlung gefesselt. Ein paar Momente waren vorhersehbar. Ein paar wiederum nicht. Alles in allem habe ich das Buch verschlungen.

 

Schreibstil

Jetzt kommen wir zu der großen Sache. Hier muss ich ehrlich sagen das mich der Roman stellenweise enttäuscht hat. Die Handlung wurde schön plastisch beschrieben. Die meisten Orte habe ich vor meinen Augen sehen können, aber die Welt drumherum wurde immer nur beschrieben nie gezeigt.

Damit ihr mich ein bisschen besser verstehen könnt, ein Mini Spoiler. (Ehrlich man kann es kaum als Spoiler bezeichnen.)

Im Verlauf der Handlung kommt es zu Demonstrationen, aber sie werden immer nur erwähnt und nie gezeigt. Auch scheinen diese keine große Auswirkung auf die Helden zu haben. Natürlich ihr Job wird dadurch schwerer, aber sie haben nie Probleme als sie durch die Stadt fahren.

Spoiler vorbei!

Ansonsten gab es Instanzen wo es sich unnötig wiederholt oder stückchenweise unlogisch ist.

Ein Beispiel für die Redundanz wäre: Im ersten Satz eines Kapitels wird der Zustand einer Figur beschrieben und kurz darauf stellt die Figur es selbst fest. Eines von den Beiden hätte man getrost weglassen können.

Die allergrößte Sache die mir unlogisch vorkommt ist Sarahs Verhalten gegenüber jemanden. (Falls es euch genauer interessiert was ich meine kann ich einen extra Beitrag mit Spoilern eröffnen.) Und das sie scheinbar ein wenig blind durchs Leben ging. (Sie wundert sich selbst darüber.)

 

Fazit zu Bekenne deine Sünden

Alles in allem fand ich den Roman toll! Der Anfang ist spritzig und wir sind sofort im Geschehen. Die Charaktere waren nachvollziehbar und Geheimnisse gab es mehr als genug. 😉

Einzig die zuvor angesprochenen Logikfehler haben mich gestört. Manchmal hat es den Lesefluß gestört. Aber da es der erste Roman des Autoren ist, finde ich kann man das durchgehen lassen. (Vielleicht kann das nächste Mal der Lektor oder die Testleser einen genaueren Blick darauf werfen.)

Für jeden der Krimis liest ein Muss! Freue mich schon auf den Nächsten. 😉

 

Habt ihr das Buch schon? Wenn ja wie gefällt es euch?

Im Interesse der Leser die das Buch noch nicht gelesen haben, bitte ich euch auf Spoiler hinzuweisen. Vielen Dank!

Eure CK