Zum Inhalt springen

Schlagwort: Verlag

VLB – Was ist das was kann das?

Hallo! Tut mir leid das es letzten Freitag nicht geklappt hat, aber dafür mache ich heute wieder ein ziemlich großes Thema: VLB. Okay so groß ist es nicht, aber unglaublich wichtig. Es ist ein weiterer Teil des Buch Wien Vortrags „Selbst geschrieben – selbst verlegt“.

Hier gelangt ihr zum ersten Teil in welchem es um die Buchpreisbindung geht. Ein etwas trockenes Thema, aber es gehört dazu.

VLB – Wofür steht es?

VLB bedeutet Verzeichnis Lieferbarer Bücher. Ziemlich selbst erklärend oder? Jedenfalls werden hier alle  deutschsprachigen, lieferbarer Titel gelistet. Damit sind nicht nur Bücher gemeint sondern auch: Kalender, E-Books und „Non-Book-Article“.

Woher bekommt VLB die Sachen?

Über die ISBN Nummer und die GTIN bei Non-Book-Artikeln. Die Verkäufer melden ihre Artikel und VLB nimmt sie in den Katalog auf. Sobald sie gemeldet sind kann jeder sie bestellen und im eigenen Laden verkaufen.

Außerdem gibt es eine Referenzdatenbank, mit dieser geht die VLB sicher das die richtigen Preise genannt werden.

Falls du einen Webshop hast und Bücher oder Non-Book-Artikel verkaufen möchtest ist das mit VLB ebenfalls möglich.

 

Und was bringt mir das alles?

Als Verlag? Verdammt viel!

Als Selfpublisher? Mindestend genauso viel!

Wenn deine Bücher bei der VLB aufliegen sind sie für jeden Buchshop bestellbar. Damit ist eine riesige Hürde genommen. Theoretisch ist es möglich das jeder Buchshop dein Buch zum Verkauf auflegt.  Stell dir das mal vor! *Träum*

Zurück zum wichtigen: Wie viel muss ich zahlen?

Das ist sehr unterschiedlich und es wäre viel einfacher dir den Link zu geben. Also hier bitte.

Einfach gesagt wenn du die Daten gut herrichtest (siehe weiter unten), dann musst du weniger zahlen. Aber der Mindestbetrag ist trotzdem 69, 00 €. Die ist allerdings pro Monat, also nicht ganz so tragisch. Falls ein einziges Buch nicht in die „Gold“ Kategorie fällt, dann kostet es 99,00 € im Jahr.

Gibt es minimal Anforderungen?

Ja, das sind diese hier:

  • Identifikationsnummer (ISBN)
  • Titel (vollständiger Titel und falls vorhanden Untertitel)
  • Verlag (MVB-Kennnummer, Verkehrsnummer)
  • Lieferbarkeitsangabe (Angabe der Verfügbarkeit)
  • Warengruppe (Laut WG-Systematik)
  • Preisangabe inkl. Preistyp (Angabe über Ladenpreisbindung, Mehrwertsteuer, etc.)
  • Produktform (E,Book oder Buch oder Audiobuch)
  • Erscheinungstermin

Wenn man diese nicht anführt wird das Buch nicht in das VLB aufgenommen.

Was hat es mit den Gold/Silber/Bronze Kategorien auf sich?

Das sind Felder die bei einer Branchenumfrage als besonders relevant eingestuft wurden. Im besten Fall, alle Felder sind ordnungsgemäß ausgefüllt, hat man den Goldstatus somit muss man nur 2,70 € für eine Neuerscheinung zahlen. Wenn eines nicht gepflegt ist fällt man in die „Silber“ Kategorie (3,85 €). Sobald 2 oder mehr Felder ungepflegt sind dann fällt man in die „Bronze“ Kategorie (5,10 €).

Was sind das für Datenfelder?

  • Lieferbarkeitsangabe
  • Cover
  • Hauptbeschreibung (Text zur weiteren Beschreibung des Titels)
  • Autor/Herausgeber/Urheber
  • Umfang (Seitenanzahl und ähnliches)
  • Verschlagwortung
  • Produktsprache
  • Thema-Klassifizierung

Diese Angaben müssen Quartalsweise bestätigt werden. Falls man den Stichtag verpasst fällt das Buch automatisch in Silber oder Bronze. Das heißt ihr zahlt mehr. Im Nachhinein könnt ihr für das Quartal nicht wieder hochgestuft werden.

Es gibt außerdem von der VLB empfohlene Felder.

Diese sind im Normalfall eher für den Leser:

  • Inhaltsverzeichnis
  • Zielgruppe
  • Auflagenangabe (1. Auflage, etc.)
  • „Unechte“ Reihenangabe („Inhaltlicher Bezug von Titeln“)
  • Related Product (Vor-/Nachauflage)
  • Related Product (Verknüpfung zwischen Print/ E-Book)
  • Related Product (weitere Prduktformen Audiobook)
  • Warengruppenspezifische Abfragen (zb. Kinderbuch)

 

 

Buchpreisbindung


Hallo ihr alle!

Ursprünglich wollte ich alles was ich auf dem Seminar gehört hatte in einen Bericht schreiben, aber selbst das Thema Buchpreisbindung ist groß. Deswegen teile ich es in verschiedene Bereiche. Heute der erste Teil die Buchpreisbindung. Der Name des Seminars war Selbst geschrieben – selbst verlegt. Das bringt es auch perfekt auf den Punkt.

Hier habt könnt ihr nach lesen wie es für mich auf der Buch Wien war.

Falls euch die Präsentation schon so sehr interessiert könnt ihr Sie hier nachlesen.

Also dann lasst uns in das aufregende Thema stürzen!

Buchpreisbindung

Dieses Thema hat mich sehr überrascht, denn entgegen meinem Glauben Ich kümmere mich um alles, ich kann überall die Preise so anpassen wie ich will gibt es dafür ein Gesetz.

Was besagt die Buchpreisbindung?

Es besagt das ein Buch welches druckfrisch auf den Markt kommt in jedem Geschäft zum gleichen Preis angeboten werden muss. Egal ob es in der Buchhandlung oder im Supermarkt liegt . Überall muss es gleich viel für den Endkunden kosten.

Mit druckfrisch ist gemeint, das jenes Buch noch von keiner Einzelperson besessen wurde. (Neuwertig)

Aber ACHTUNG auch E-Books sind davon betroffen.

Wozu das Ganze?

Um Preisdumping von den großen Ketten zu vermeiden. Durch diese Bindung wird auch dem kleinen Buchladen um die Ecke ein Überleben sicher gestellt.

Der Verlag selbst kann den Preis jederzeit nach oben oder unten verändern.

Nur der letzte Verkäufer darf diesen Preis nicht unterschreiten.

Klingt gut. Wer macht die Preise?

Der Verlag. Also wenn du dein Buch selbst verlegst, dann legst du den Preis fest.

Was ist mit Rabattaktionen?

Die stellen ein ziemliches Problem dar. Man darf diese nämlich nicht ankündigen oder dergleichen. So weit ich das verstanden habe kann man diese Aktionen im deuschtsprachigen Raum somit vergessen. Falls ich mich irre dürft ihr mich sehr gerne aufklären.

Nur in persönlichen Gesprächen darf man 5 % Rabatt gewähren. Ausnahmen bilden zum Beispiel: Bibliotheken, Hörerscheine.

Was unterliegt alles der Buchpreisbindung?

Bücher, elektronische Medien die Bücher ersetzten, Kombinationen aus Buch und anderem Medium (Hauptsache muss das Buch sein), Musikalien, E-Books

Gibt es Ausnahmen für die Buchpreisbindung?

Mängelexemplare, gebrauchte Bücher und Büche für die der Verlag die Buchpreisbindung  aufgehoben hat. Das kann der Verlag nach frühestens 18 Monaten.

Gilt die Preisbindung auch vom E-Book zum gedruckten Buch?

Nein, das sind zwei völlig unterschiedliche Produkte. Ein E-Book hat auch eine andere ISBN als das gedruckte Buch. Die Produkte dürfen nur nicht im Geschäft A einen anderen Preis haben zu Geschäft B.

Was ist mit den neuwertigen Büchern im Supermarkt für 2,99€ ?

Das sind meist oder immer so genannte Remittenden. Damit sind Bücher gemeint die mit Mängeln an den Verlag zurück geschickt wurden. Dies erkennt man daran das auf einer Seite entweder ein Strich aufgedruckt ist oder das Wort Mängelexemplar. Somit sind sie von der Buchpreisbindung ausgenommen.

Englische Bücher kosten aber unterschiedlich.

Stimmt, denn in den U.S.A. beispielsweise gilt keine Buchpreisbindung und es kommt nur auf das Land an in welchem der Verlag sitzt.

Also ein Autor bringt ein englisches Buch in Deutschland raus = Preisgebunden

Ein Autor bringt ein deutsches Buch in den U.S.A. heraus = nicht Preisgebunden

Hier eine Liste von den Ländern in welchen die Buchpreisbindung gilt:

Buchpreisbindung gesetzlich geregelt: Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Japan.

Branchenvereinbarung: Dänemark, Norwegen und Ungarn

keine Buchpreisbindung: Belgien, Estland, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Polen, Schweden, Schweiz, Tschechischen Republik, U.S.A. Kanada und Australien.

Zu den anderen Ländern gibt es keine Information die ich lesen, geschweige den verstehen könnte.

 

 

Habt ihr euch schon mit dem Thema auseinander gesetzt? Falls ja was für Infos habt ihr dazu?

Ich würde mich sehr über euer Wissen freuen!

Liebe Grüße CK

Wie man vom Schreiben leben könnte

Gleich mal vorweg: DIE GESCHICHTEN STEHEN AN 1. STELLE!
Hier geht es vor allem darum was ich gelernt habe und ein bisschen um meine Träumereien.

Ich beschäftige mich seit knapp 3 Jahren mit diesem Thema. Am Anfang vermehrt auf Deutsch und das Ergebnis war enttäuschend. So ziemlich jeder meinte Verlagsautor ist die einzige Möglichkeit, nur dabei wird einem einiges an kreativem Eigentum genommen. Wie das Coverdesign, der Titel, die Gestaltung des Innenteils und wohl noch ein paar andere Sachen. Und trotzdem muss man sich um die Vermarktung selbst kümmern. Irgendwie hat sich das für mich wie zwielichten Sache angehört.

ISBN

pile-of-books-on-table-with-notebook-and-ball-pen

Ihr habt die Nummern sicher schon mal gesehen sind auf jedem gedruckten Buch zu finden. Der kleine Strichcode meistens auf der Rückseite. Aber wozu ist der und brauche ich den überhaupt? Ich habe mich eingelesen und versuche die verschiedenen Fragen abzudecken.