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Schlagwort: Wissen

Wie schreibe ich an meinen Geschichten?

Hallo mal wieder! Heute habe ich mir überlegt, dass ich euch beschreibe wie ich arbeite. Ist zwar nichts Besonderes, aber es ist meins. 🙂

Schritt 1 – Viel auf Zetteln kritzeln

Die Meisten nutzen ja Notizbücher. Erstmal nicht schlecht, aber die kleinen sind mir zu klein und die großen zu unhandlich. Deswegen habe ich mir angewöhnt auf leeren Seiten alles auf zu schreiben. Da kann es dann sehr unübersichtlich werden. Falls es zu schlimm wird, schreibe ich das wichtigste auf einen neuen Zettel.

Was für Sachen schreibe ich auf?

Meist habe ich schon eine ungefähre Vorstellung wie die Geschichte starten und enden soll. Deswegen überlege ich am Meisten bei den Charakteren herum. Sobald sie halbwegs solide sind, beginne ich mit einer Outline. In die Outline rutschen dann hin und wieder Gesprächsfetzten oder Trivia über die Charaktere. Dann lasse ich es ein paar Stunden vielleicht sogar Tage liegen und lese es mir erneut durch. Wenn es mir passt, gut, wenn nicht dann schreibe ich es noch einmal neu.

 

Schritt 2 – Google Docs

So sieht die Übersicht bei Google Docs aus.
So sieht die Übersicht bei Google Docs aus.

Den 1. Entwurf schreibe ich in Google Docs. Falls ihr das nicht kennt: Es ist eine Anwendung von Google (eh klar) die man auf jedem Internetfähigem

So sieht das Fenster aus während dem Schreiben bei Google Docs.
So sieht das Fenster aus während dem Schreiben bei Google Docs.

Gerät nutzen kann. Es ist zwar nicht extra fürs

Roman schreiben gedacht, aber ich finde es praktisch. Ich kann in der Arbeit am PC schreiben. In der U-Bahn am Handy und zuhause am PC oder Tablet. Das ist wichtig für mich, da ich nie eine Ausrede habe das ich das Dokument nicht dabei habe. Ich finde trotzdem immer wieder genug Ausreden. 😉

 

Schritt 3 – Pause

Das hört man immer wieder und ist auch wirklich wichtig. Man gewinnt Abstand und bekommt eine neue Sicht auf seinen Text. Ich kann es nur

 

Schritt 4 – Editing/Neu schreiben

Bei mir hat es sich etabliert, dass ich den Text meist vollkommen neu schreibe. Das kommt meist daher, dass ich schon während dem Schreiben Veränderungen vorgenommen habe, die ich jetzt rückwirkend schreiben muss.

Nachdem ich den Text neu geschrieben habe, lasse ich ihn meist noch einmal ein paar Tage liegen.

 

Schritt 5 – Editing

Jetzt geht es wirklich ans Eingemachte. Im Moment bin ich noch unzufrieden mit meinem Editing Prozess, deswegen gehe ich nicht allzu genau darauf ein.

Jedenfalls:

  • Streiche ich prinzipiell alle unnötigen Füllwörter
  • Schaue mir jede direkte Rede an ob klar ist wer spricht (Wortwahl, etc.)
  • Außerdem versuche ich auf die Sinne zu achten. Jeder sollte angesprochen werden.

Warum bin ich unzufrieden mit meinem Prozess?

Weil ich das Gefühl habe nicht tief genug zu graben. Aber ich bin überfordert und weiß nicht wo ich bohren soll. Mein 1. Roman ist momentan bei einer Lektorin, ich glaube nach Ihrer Rückmeldung kann ich mich besser orientieren.

 

Schritt 6 – Testleser

Mit Testlesern, habe ich bisher sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Zuersteinmal habe ich viel zu viele angeworben und drei von sechs haben sich seitdem nicht mehr bei mir gemeldet. Naja. Von den Dreien die sich gemeldet haben, habe ich mit einer „Rückmeldung“ fast nichts anfangen können, dafür waren die anderen Beiden toll.

Beim nächsten Mal werde ich mehr Wert auf die Suche legen.

 

(Schritt 7 – Lektorat

Das wäre mein idealer letzter Schritt. Momentan ist der Prozess noch so chaotisch, das der letzte Schritt nicht zuletzt kommt, aber das macht nichts. Irgendwann klappt es richtig.)

 

Das war mein Schreibprozess, gerne würde ich mehr über meinen Veröffentlichungsprozess reden, nur leider habe ich noch nichts veröffentlicht. ^^‘

Wie ist das Schreiben bei euch? Auch so chaotisch wie bei mir?

Ich freue mich über Eure Kommentare!

Eure CK

Liebesdreiecke – Wozu?


Hallo! Schön das ich eure Aufmerksamkeit habe. Nein ich bin nicht plötzlich auf einer total negativen Welle wo ich gegen die Liebe bin. Ich habe nur etwas gegen den Subplot „Liebe“ oder besser gesagt Liebesdreieck. In der ersten Fassung meines Buches gab es ein solches und heute möchte ich mir Gedanken machen wozu so etwas gut sein könnte oder ob man das überhaupt braucht.

Das obligatorische Was ist das?

Meist steht eine Frau/Mädchen/weibliches Wesen im mittelpunkt und sie muss sich zwischen zwei Männern/Burschen (Jungen)/männlichen Wesen entscheiden. Der Eine ist der Badboy (Edward aus Twilight) mit dem sie nicht zusammenkommen sollte und der andere ist der nette Junge (Jacob) von nebenan.

Mir fällt auf das sich das Mädchen oft für den bösen Jungen entscheidet. Ich denke damit will der/die Autor/in, ob bewusst oder nicht, einen inneren Wunsch befriedigen. Denn im echten leben fällt die Wahl meist auf den „guten“ Jungen. Quasi auf Sicherheit, statt auf Abenteuer. Ein Roman gibt einem die Freiheit das Verrückte zu tun was man im echten Leben nie tun würde.

 

Damit sind wir auch schon bei dem Wozu?

Die Leibe wird, wenn es sich nicht gerade um einen Liebesroman oder Erotikroman handelt, als Sideplot genutzt. Es ist ein netter Zeitvertreib um die Wortanzahl nach oben zu treiben. Zumindest so fühlen sich die meisten Liebesdreiecke für mich an. Selten hat die Entscheidung des Mädchens viel mit dem Plot zu tun, stattdessen steht statt Name A zum Schluss Name B öfters. In ein paar Extremfällen könnte man die männlichen Wesen wohl durch Pflanzen ersetzten.

 

Das hört sich alles ziemlich mies an. Sind wirklich alle Liebesdreiecke so schlimm?

Bei Weitem nicht! Aber Ausnahmen bestätigen die Regeln.

 

Was könnte man machen um sie besser zu machen?

Das Wichtigste, meines Erachtens, ist dem Liebesdreieck eine Bedeutung in der Geschichte zu geben.

Beispiel:

Unsere Heldin ist bei Nacht ein furchteinflössende Rächerin und bei Tag ist sie in einem Finanzunternehmen. Die Hauptgeschichte konzentriert sich auf ihren beschwerlichen Weg die Gegend von den vielen Verbrechern zu befreien.  Im Laufe der Geschichte lernt sie Badboy kennen, der sie dazu überreden will ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu leben und sich nicht um das traditionelle Bild zu kümmern.  Ihr neuer Kollege ist der nette Nachbarsjunge, der sie dazu überzeugen will mit ihm die Firma zu übernehmen.

Hier hat die Entscheidung zwischen den Beiden Männern eine tiefe Bedeutung. Wenn Sie sich für einen entscheidet verliert sie den anderen mit Sicherheit.

 

Eine andere Möglichkeit wäre das Ende der Beziehung überraschend zu machen. Vielleicht entscheidet sich die Hauptcharakterin zum Schluss für keinen von Beiden oder sie entscheidet sich nach einigen Abenteuern doch für den Nachbarsjungen, nur um fest zustellen das er kein Interesse mehr an ihr hat. Auch der Badboy will nichts mehr von ihr.

 

Also braucht man ein Liebesdreieck?

Ja und Nein. Man braucht in den meisten Fällen einen Sideplot, aber es muss nicht immer Liebe sein. In den nächsten Wochen überlege ich mir ein paar Sideplots für euch.

Jedenfalls ist es in Ordnung ein Liebesdreieck zu haben. Es sollte nur nicht dieses ewig gleiche 101 Liebesdreieck sein. Lasst eurer Fantasie freien Lauf.

Es gibt noch hunderte von anderen Varianten, ich hoffe das ich euch hier ein paar Idee geliefert habe.

Was haltet ihr von Liebesdreiecken? 

Eure CK

Rezension – Ein Tag im alten Rom

Bei den letzten Büchern, war ich schnell dafür bin ich bei dem wieder sehr lahm gewesen…^^ Aber nun endlich eine neue Rezension von mir für Ein Tag im alten Rom.

Buch: Ein Tag im alten Rom
Autor: Alberto Angela
Übersetzterin: Julia Eisele
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag

Ein Tag im Alten Rom im Jahr 117 nach Christus
Rom im Jahr 117 nach Christus

Worum geht es?

Wann spielt es?

Wir finden uns im Jahr 115 nach Christus in der Zeit des Kaisers Trajans. Hier hat Rom bzw. das gesamte Reich seine Blütezeit. Das Buch spielt von 6 Uhr morgens

bis 24 Uhr.

Wie ist es geschrieben?

Es ist kein klassischer Roman. Es gibt wenig Handlung, wirklich nur minimalistisch. Hauptsächlich dreht sich alles um das Leben in Rom. Also was wurde gegessen, wie wurde gezahlt, und noch tausend andere Fragen werden beantwortet. Außerdem wird mit einigen Mythen aufgeräumt. Beispielsweise lebte Nero (der Kaiser) vor dem Bau des Kolosseums, also starben die vielen Christen die er tötete nicht dort sondern in seinem Privatzirkus.

Die Geografie wird auch beschrieben, also welche Völker es sonst in dieser Zeit gibt.

Außerdem wird erklärt wie das Zahlsystem war. Asse, Obolus etc. Und wie viel diese wohl heute wert wären.

Und noch tausend andere Sachen, aber ich will noch nicht zu genau werden 😉

Hier ein Beispiel für Verblüffende Tatsachen. Hier werden die Namen genauer erklärt.
Hier werden die Namen genauer erklärt.

Wie bewegen wir uns durch die Stadt?

Wir sind ein Mann der fremd ist in der Stadt und sich einfach alles ansieht. Beziehungsweise zwischendurch sind wir auch ein Geist um die Innenräume einer Villa betrachten zu können.

Über die komplizierten Sachen oder Dinge die nicht in die Zeit passen bekommen ein „Verblüffende Tatsachen“ Kapitel.

Charaktere

Es kommt ein domus (Hausherr) öfters vor, ansonsten sind es x-beliebige Charaktere. (Ein paar Berühmtheiten tauchen auch auf, aber eben nur einmalig.)

Schreibstil

Ich fand es teilweise sehr anstrengend geschrieben. An manchen Stellen versuchte der Autor zu kramphaft die „Geschichte“ am laufen zu halten (könnte aber auch der Übersetzung geschuldet sein). Deswegen habe ich jetzt fast 3 Wochen gebraucht um das Buch zu lesen. Also man muss wirklich bewusst lesen.

Habe ich etwas daraus lernen können?

Ich bin schon recht lange von den alten Römern und ihren massiven Bauwerken fasziniert und so kannte ich schon ein paar Dinge, aber trotzdem waren da Unmengen an neuen Informationen .

Mein Fazit zu Ein Tag im alten Rom

Ich möchte das Buch nicht mehr missen, auch wenn es etwas anstrengend geschrieben ist, ist es eine tolle Ideen Stütze. So wunderbar das ich eine Blogreihe zum Thema Worldbuilding auf Basis der alten Römer zu schreiben. (Ist nur ein Arbeitstitel 😉 ) Ab nächster Woche den 27. Oktober will ich jede Woche einen Beitrag herausbringen. Wie viele es genau werden, weiß ich noch nicht, aber das erste Thema wird die Wohnsituation sein.

Das wäre es auch schon von meiner Seite^^ Habt ihr auch irgendwelche sach/Fachbücher die ihr als Worldbuilidng Grundlage nutzt? Wenn ja welche?

Liebe Grüße CK

Überschreitet die Kunst ihre Grenzen?

Ich muss mich hier mal kurz outen. In der U-Bahn lese ich mit großer Vorliebe die „heute“ Zeitung. Es gibt auf meinen Weg sonst keinen Zeitungsverkäufer oder ähnliches, also greife ich gezwungener Maßen zu diesen extremen Mitteln. Für meine nicht österreichischen Leser: „Heute“ ist ein Boulevard-Blatt. Am Ehesten mit der Deutschn „Bild“ oder der Englischen „Sun“zu vergleichen. Überraschenderweise war „Heute“ die erste Zeitung die über die Frau berichtete.

Nach diesem Outing, folgen die Fakten:

Zur Person

Maja Smrekar wurde 1978 in Slowenien geboren. 2005 hat sie den Abschluss in culpture Department of Fine Art and Design Academy in Zusammen arbeit mit Academy of Theatre, Radio, Film and Television in Ljubljana. Seit 2016 hat sie den Master in New Media. In den letzten 5 Jahren hat sie das Verhalten der Hunde im Zusammenhang mit Hunde Training studiert. Dabei lag ihr Hauptaugenmerk auf der parallelen Entwicklung von Mensch/Hund/Wolf und dem Aussterben von 6 großen Spezien. Sie hat bereits mit einigen Team und Personen zusammengearbeitet. Falls es euch genauer interessiert.

Die Geschichte mit den Zellen

„ARTE_mis“ so heißt ihre Aktion. In dieser geht es darum das sie sich künstlich befruchten lässt, von einem Hund. Laut nachrichten.at werden dafür somatsiche Zellen genutzt, aus diesen können keine Geschlechtszellen hervorgehen.

 

Was soll ihre Kunst bewirken?

Laut Künstlerin hätte ein solches Mischwesen bessere Überlebenschancen. Außerdem würde es humaner agieren als Menschen da es die Umwelt besser schätzen würde.

Hat sie damit etwas gewonnen?

Oh, ja. Für diese Kunst hat sie den Goldenen Nica in der Kategorie „Hybrid Art“ Prix Ars Electronica in Linz gewonnen. Dieser Preis ist einer der höchsten Kunstauszeichnungen in Österreich. Damit hat sie 10.000 Euro verdient.

„K-9_topology is a true hybrid artwork with profound bio-political message and is certain to bring a lot of discussion to the audience from both art and science sides.“ (Statement der Jury)

Reaktion der Menschen

Viele der Kommentare habe lehnen dieses Projekt zur Gänze ab. Bezeichnen es als Schrei nach Aufmerksamkeit, Gott hätte das nicht gewollt, etc.

Es gibt aber doch Leute die es unter Betrachtung „Kunst darf alles“ für in Ordnung halten.

Außerdem sind, wie immer, auch ein paar Trolls dabei. „War der Hund einverstanden?“

Ist sie wirklich schwanger?

Schwer zu sagen. Auf Ihrer Website ist ein Film zu sehen in welchem sie am Bauch operiert wird. (Es ist kein Blut zu sehen.) Außerdem wird gezeigt wie eine Eizelle künstlich befruchtet wird. Dieser Eintrag ist allerdings schon aus dem Februar. Seitdem ist nichts Neues zu finden.

Meine Gedanken

Für die Kunst ist es schon ein Schritt zu weit. Vor allem, wenn man bedenkt das es in der Wissenschaft verboten ist. Was ich aber noch um einiges schlimmer finde, diesen Preis den sie gewonnen hat wird teilweise von Steuergeldern finanziert. (Nationale Zuschüsse an die Kunst)

Wenn die Dame das aus ihrer eigenen Tasche zahlen würde, hätte ich weniger ein Problem damit. Es ist ihr Körper. Sie soll damit machen können was sie will. Aber der Gedanke ist schon irgendwie krank. In einigen Jahren, wenn es lebensfähig ist, muss ein Personalausweis, dann um den Punkt „Rasse“ erweitert werden.
Auf der anderen Seite wenn ich das als Autorin betrachte ist die Idee interessant.
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es abstoßend oder interessant finden soll.

Was mich sehr wundert ist das kein Aufschrei von irgendjemanden kommt. (Tierschützer, Kirche, Gläubige, Medien, etc.)

Was sind eure Gedanken dazu?

Eure CK

Klappentext – Was drinnen stehen sollte

Obwohl ich mit der 4. Bearbeitungsgrunde noch nicht ganz fertig bin, mache ich mir langsam Gedanken zu Klappentexten. Also der Reihe nach:

Was sind Klappentexte?

Kennt ihr alle, oder? Die Dinger die hinten auf dem Buch stehen und euch zum Lesen überreden sollen.

Zusammen mit dem Cover sollen sie ein Kaufargument für den Leser sein. Was du durch das Cover nicht sagen kannst, sollte spätestens im Klappentext zu lesen sein. Dazu später mehr.

Übrigens Blurb ist nur das englische Wort für Klappentext. Ich vergesse es manchmal und denke es sind 2 verschiedene Sachen.^^

Was sollte enthalten sein?

Ein paar mal habe ich schon gelesen das man eine „Formel“ anwenden soll/kann. Diese würde so aussehen: Hauptcharakter (a) wird vorgestellt. Das Problem (b) wird beschrieben. Eine Art Twist oder Auch Versprechung (c) kommt vor. Oft endet es mit etwas atmosphärischem. (d)

Ich bediene mich mal eines Beispiels: Dem Horizont so nah von Jessica Koch

Die Geschichte einer großen Liebe. Eine Geschichte über Vertrauen, Mut, Schmerz, Verzweiflung und die Kraft loszulassen. Eine wahre Geschichte.

(a) Jessica ist jung, liebt das unkomplizierte Leben und hat Aussichten auf eine vielversprechende Zukunft. (b) Als sie eines Abends das Haus verlässt, ahnt sie nicht, dass sie ihrer großen Liebe begegnen wird. Sie ahnt nicht, dass diese Begegnung ihr gesamtes Weltbild verändern wird. (c) Und vor allem ahnt sie nicht, dass sie schon bald vor der schwerwiegendsten Entscheidung ihres Lebens stehen wird …

(d) Die Autorin erzählt von einem Leben zwischen Optimismus, Hoffnung und Angst. Offen, ehrlich und mit Weitsicht berichtet sie von wahren Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit und bringt dabei mehr als ein Tabuthema zur Sprache. Teil 2 der Danny-Trilogie von Jessica Koch („Dem Abgrund so nah“) und der finale dritte Teil („Dem Ozean so nah“) sind ebenfalls bereits als Kindle-eBook und Taschenbuch verfügbar

Ich finde der letzte Teil ist immer so unbehaglich. Sag mir doch nicht wie sie schreibt, oder über was. Das muss das Buch selbst schaffen. Wozu kaufe ich es sonst?

Aber es ist nur meine persönliche Meinung verwendet ihn ruhig, wenn es euch gefällt.

Erster Satz

Der Allererste Satz eines Klappentextes sollte augenblicklich Interesse wecken. Warum? In einem Buchladen ist der Leser umgeben von 100 anderen die vielleicht nicht so gut geschrieben sind, aber um einiges spannender wirken.

Natürlich ist das nicht das einzige Element, aber gerade bei Erstlingsautoren vielleicht das wichtigste.

Was müssen Klappentexte also können?

Den Leser fesseln

Camillah fand einen Hund den sie nicht mochte. Trotzdem blieb er bei ihr. Sie erlebten Abenteuer zusammen, bis beide starben.

Ziemlich öde, oder? (Davon abgesehen, dass es schlecht geschrieben ist.) Das Ende wird verraten, über die Herausforderungen wird nichts erzählt, etc.
Also ein neuer Versuch:

Das Schicksal führte Camillah und Rex zusammen. Kurz nachdem sie einander trafen, stürzten ihre beiden Welten zusammen. Ihre Liebsten werden in die finstere Unterwelt entführt. Obwohl sie einander nicht ausstehen können, einigen sie sich auf einen Pakt der ihr Leben für immer verändert. 

Naja, gut ist anders, aber ich denke als Beispiel genügt es. Es ist noch immer sehr vage, aber man erfährt das sie wahrscheinlich zusammen kämpfen werden. Es wird eine etwas düstere Stimmung erzeugt. Wirklich überzeugt bin ich selbst nicht, aber definitiv besser als der erste Versuch.

Kurz gesagt der Leser soll mehr wollen. Wenn er den Klappentext liest, sollte man sofort weiter lesen wollen. Oh, Gott! Lebens verändernd?  Laut Cover ist Rex ein Schäferhund. Ich hoffe er bleibt am Leben.

Den Plot vorstellen

Meiner Meinung nach ist das das zweit Wichtigste für einen Klappentext. Wenn jemand keine Plots über Entführungen mag wird man kein Buch darüber lesen.

Hier sollte man auch nicht zu viel mit dem Leser spielen. Klar es darf geheimnisvoll bleiben, aber wenn ihr einen Romanzplot habt und den als Racheplot tarnt, werdet ihr so ziemlich jeden potenziellen Leser enttäuschen. Ein paar Spielereien sind erlaubt, vielleicht sogar erwünscht, aber es muss euch klar sein wer eure Zielgruppe ist.

Atmosphäre erzeugen

Wie bereits im Buch müsst ihr beim Schreiben auf die Atmosphäre achten, dazu müsst ihr wissen was euer Buch ist. Es mag gruselige Stellen geben, aber ist das ein Hauptelement?

Das Setting vorstellen

Zuerst muss ich sagen in vielen, nicht allen, Büchern die in unserer heutigen Welt spielen und keine Fantasy- oder Science-Fiction Elemente beinhalten, ist das Setting im Klappentext zu vernachlässigen.

Einen Racheplot liest man ob er jetzt In Wien oder Berlin spielt. Falls das Setting eine größere Rolle spielt z.B. Antarktis sollte es auch im Klappentext erwähnt werden.

In meinem Beispiel kommt das Setting nicht gut zur Geltung… Deswegen borge ich mir einen Klappentext:

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley

„Atlantis“ ist der Name des herrschaftlichen Anwesens am Genfer See, in dem Maia d’Aplièse und ihre Schwestern aufgewachsen sind. Sie alle wurden von ihrem geliebten Vater adoptiert, als sie noch sehr klein waren, und kennen ihre wahren Wurzeln nicht. Als er überraschend stirbt, hinterlässt er jeder seiner Töchter einen Hinweis auf ihre Vergangenheit – und Maia fasst zum ersten Mal den Mut, das Rätsel zu lösen, an dem sie nie zu rühren wagte. Ihre Reise führt sie zu einer alten Villa in Rio de Janeiro, wo sie auf die Spuren von Izabela Bonifacio stößt, einer schönen jungen Frau aus den besten Kreisen der Stadt, die in den 1920er Jahren dort gelebt hat. Maia taucht ein in Izabelas faszinierende Lebensgeschichte – und fängt an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet …

Wir erfahren über die Jetzt Zeit (toter Adoptiv Vater, rätselhafte Herkunft, Genfer See) und wir erfahren über die Vergangenheit (1920er Jahre, Izabela Bonifacio, alte Villa in Rio de Janeiro).

Damit wissen wir im Prinzip alles, was nötig ist für das Setting.

Was man mit dem Cover nicht sagen kann

In meinem Beispiel wäre Camillah an der Seite von Rex zu sehen. Beide voll mit Blut, über ihnen thront ein Schatten und sie schauen kampfbereit zu ihm.

Folgende Dinge erfahrt der Leser dadurch:

  • Die Hauptfigur ist weiblich
  • Hat wohl einen Hund
  • Sie kämpfen zusammen gegen ein großes Wesen

Was der Leser nicht weiß:

  • Warum sie zusammen kämpfen
  • Gegen was genau

Diese Fragen werden durch den Klappentext beantwortet, zumindest teilweise. Ihre Liebsten, wer auch immer das sein mag, werden entführt. Sie müssen wohl gegen Dämonen kämpfen. (Unterwelt)

Innerhalb des Buches wird mit den Annahmen der Leser gespielt. Der Liebste für Rex ist sein 10 jähriges Frauchen und für Camillah ist es ihr alter Großvater. Beide wurden entführt auf ihren eigenen Wunsch hin, da sie ihre Lebensumstände nicht mehr ertragen. (Durch Krankheiten ans Bett gefesselt.) Es könnte gute Dämonen geben ein Missverständnis macht Camillah und Rex zum Mörder. Erst dann werden sie von den Dämonen verfolgt.
Ups, da hab ich grad ein ganzes Buch erfunden…

Fazit

  • Klappentext und Cover sollten potenzielle Leser fesseln und sich gegenseitig ergänzen.
  • Man darf/soll mit den Erwartungen der Leser spielen.
  • Die wichtigsten Elemente erwähnen. Hauptfigur, ungefährer Plot, Atmosphäre
  • Erster Satz soll besonders fesseln.

Auch wenn es vielleicht nur 100 vielleicht 200 Wörter sind, stresst euch nicht wenn es sich nicht sofort toll anhört. Lest Klappentexte von anderen Autoren, lasst den Text ein paar Tage liegen und schreibt so viele ihr könnt/wollt. Es ist kein Wettrennen.

Fällt euch noch etwas ein? Habe ich etwas vergessen? Ich freue mich über alle eure Kommentare!

Photo via VisualHunt.com

Liebe Grüße
CK