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Schlagwort: Worldbuilding

Wie die alten Römer schlafen/essen

Der Beitrag ist ein Teil einer Reihe. Angefangen habe ich mit diesem. Wie angekündigt geht es noch immer ums Wohnen. Dieses Mal behandle ich die Grundbedürfnisse. Also essen, schlafen und wie die Wohnräume aussehen.

Ich erspare uns allen heute mal wie es bei uns ist. Wird ja sonst fad 😉

Wie schlafen die alten Römer?

Die „Schalfzimmer“ sind für wie Kabinette. Fenster sind selten , denn es gibt zwar schon Glas aber die Herstellung ist unerschwinglich, selbst für die Reichen. Außerdem finden die Römer das Schlafen nicht gerade herzeigenswert, deswegen „verstecken“ sie es in kleinen Kämmerchen. Oft schlafen mehrere Leute in einem Raum.

Sklaven dürfen im Haus schlafen, aber meist am Boden wo halt Platz ist. Das heißt meistens in der Küche.

Ein Sklave, dem die Familie am Meisten vertraut schläft vor dem Schlafzimmer des dominus. Aber auch auf dem Boden.

Wie viele Sklaven haben die Römer?

Im Durchschnitt zwischen fünf und zwölf. Also manchmal gibt es mehr Sklaven als Familienmitglieder.

Villa die Poppaea- So wohnten die Römer
Villa die Poppaea- So wohnten die Römer

Wie sehen die Räume der Römer aus?

Die Inneneinrichtung ist sehr kahl. Betten und Stühle werden von Kissen verdeckt. Dafür ist der Wandschmuck präsenter als bei uns. Die Wände sind mit falschen Türen, Vorhängen und Landschaften geschmückt. Außerdem gibt es unzählige Fresken. Die Villa Poppae ist hierfür ein wunderschönes Beispiel. Hier lebte Neros zweite Frau, Poppaea Sabina.

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Wie wird gegessen?

Im Gegensatz zum Allgemeinen Glauben, kommen die Liegen beim Essen kaum zum Einsatz. Das Mittagessen, wird wie bei uns am Tisch im Sitzen eingenommen. Bei besonderen Anlässen

Triclinium im alten Rom
Triclinium im alten Rom

(Geschäftsabschlüsse, Feiern, etc.) Die Speisesofas heißen lectus triclinaris. 

Was wird gegessen?

Das wichtigste Mahl des Tages ist das Cena Abendessen.

Frühstück Ientaculum 

Bei den Ärmeren besteht es meist aus Fladen. Bei den Reicheren gibt es Milch, Eier, Käse, Honig und Obst. Außerdem gibt es Moretum eine Art Kräuterquark.

Mitagessen Prandium

Als Prandium gibt es kalte Speisen, wie zum Beispiel Schinken, Brot, Oliven, Eier, Nüsse, Feigen, Pilze, Käse und Früchte. Also in der Österreichischen Kultur so etwas wie ein Jause. (Minus den Guglhupf.)

Abendesse Cena

Wie im letzten Teil angedeutet werden die meisten Verpflichtungen der Römer am Vormittag erledigt, dann kommt der obligatorische Thermen besuch. Gleich darauf um 15 Uhr gibt es das Cena. Gegessen wird ein Getreidebrei, bestehend aus Wasser, Salz und Fett. Wenn man es edler haben will gibt man Öl dazu. Meistens gibt es zusätzlich Gemüse.

Bei den Reichen wird die cena mit  Eiern, Käse und Honig aufgewertet.  Zu besonderen Anlässen gibt es Fleisch oder Fisch dazu.

Im Laufe der Zeit wurde daraus so etwas wie unser heutiges Abendessen mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise.

Fun Fact: Selbst im Mittelalter wurde das Abendessen als cena bezeichnet.

Was wir daraus lernen können.

  • Über das Schlafverhalten der Römer ist nicht allzu viel bekannt, einzig die Räumlichkeiten. Aufgrund der Ressourcenknappheit bevorzugen die Römer Fensterlose Räume.
    • Wie sieht es bei deiner Welt mit den Ressourcen aus?
      • Werden Fenster aus Glas hergestellt?
      • Sind es einfach Löcher in der Wand?
      • Oder schirmt sie ein einfacher Vorhang von der Aussenwelt ab?
      • Ist es vom Klima überhaupt möglich Fenster einzubauen?
  • Römer geben mit der Wanddekoration an, nicht mit der Inneneinrichtung. Wer viele Malereien hat wird eher als wohlhabend gesehen.
    • Was sind in deiner Welt Statussymbole?
      • Legen die Völker deiner Welt viel Wert auf Kunst?
        • Wenn ja auf welche Kunst?
        • Wird jede Kunst gleich geschätzt?
  • Die reichen Familien haben mehrere Sklaven. Warum? Einfach aus Bequemlichkeit. Je mehr Sklaven man hat desto weniger Arbeit muss man selbst erledigen bzw. man kann sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.  (tratschen, etc.)
  • Bei den Römern ist die Wichtigkeit der Essen genau umgekehrt zur unserer.  Beim Abendessen kam die Familie zusammen und mit der Zeit wurde es auch pompöser.
    • Was für Speisen sind typische für die Frühstücke/Mittagessen/Abendessen deiner Welt?
      • Gibt es öfters warme oder kalte Speisen?

Wir haben jetzt die Basics des Wohnens soweit abgedeckt. Das nächste Thema werden die Sklaven sein. Wie wurden sie behandelt? Was waren alles ihre Aufgaben? Wer waren sie bevor sie Sklaven wurden? Können Sie befreit werden? Und noch einige weitere.

Ich hoffe es hat euch ein paar Denkanstöße geliefert und freue mich wie immer auf eure Kommentare!

Liebe Grüße CK

Wie die alten Römer wohnen

Wie hier versprochen habe ich den 1. Teil des Wordbuildings aus dem alten Rom.  Heute konzentriere ich mich erstmal auf das Wohnen. Dafür sehen wir uns mal die heutige Situation an. (Keine Sorge ich mache es ganz kurz.)

Wie wohnt man heute?

Die Reichen wohnen entweder in einem Penthouse oder in einem Haus.

Mittelschicht wohnt in einer Wohnung und die Ärmsten auf der Straße oder einem Wohnheim. Die Wohnungen im Erdgeschoß, falls dort nicht ein Geschäftslokal ist, sind am günstigsten und je weiter oben die Wohnung ist desto teurer werden sie.

Das wäre es auch schon. ^^

Wie wohnte man damals?

Fast umgekehrt zur heutigen Zeit, das ist wirklich interessant. Die Armen/Mittelschicht wohnten in einem Haus ganz oben. Aus einem einfachen Grund: Die Bausubstanz oben wird immer schlechter und es ist wirklich unsicher dort zu wohnen.

Wo wohnten also die Reichen? Im Erdgeschoss, falls es keine Geschäftslokale im Haus gab, oder in einem eigenen Haus. Die 2. Kategorie war damals unglaublich teuer, deswegen war es nur den Reichsten vorbehalten.

Wie war das mit dem waschen?

Eine Darstellung wie die Thermen im alten Rom waren.
Eine Darstellung wie die Thermen im alten Rom waren.

Fließendes Wasser gab es höchstens in manchen Häusern, aber sogar für viele Reiche war das zu teuer.  Wenn jemand so einen Anschluss bekam, dann trug er dick auf. Wir sprechen hier von riesigen Springbrunnen im „Vorzimmer“.

Obwohl es in solchen Häusern eigene Bäder gab, ging ein Hausherr (domus) oft in eine der öffentlichen Thermen. Waren die Römer so fanatisch was die Sauberkeit anging? Im Vergleich zum Mittelalter waren sie tatsächlich sehr reinlich, trotzdem ist es noch sehr dreckig, vor allem wenn man die 1. Weltländer von heute als Vergleich her nimmt.
Sauberkeit ist aber nicht der Grund warum man fast täglich in die Therme ging. Die Leute wählten einen solchen Ort um Kontakte zu knüpfen. Zu der Zeit war die Arbeit bereits am Vormittag erledigt. Nur wenige Berufsgruppen z.B. Frisöre arbeiteten auch am Nachmittag. Der Rest hat den frei und kann die Freizeit genießen.

 

Auch Frauen durften sich sportlich betätigen.
Auch Frauen durften sich sportlich betätigen.

 

Die Meisten verweilen dafür in einer Therme. {Fun Fact: Es gibt 11 große Thermen und fast 1000 kleiner öffentlicher Bäder zur Blütezeit Roms.}  So wie bei uns bestehen die Thermen nicht nur aus Schwimmbecken, es gibt auch Sportplätze, so etwas wie eine Sauna, das Gegenteil einer Sauna, Massagen und eine Bibliothek. So sieht zumindest die Therme die wir im Buch besuchen. Diese wurde von Kaiser Trajan persönlich erbaut. So wie viele seiner Bauwerke wurde dieses wohl von den vielen Kriegseinnahmen und Sklaven errichtet. (Dazu komme ich in einem anderen Teil.)

Also was können wir daraus mitnehmen?

Das kommt auf viele Dinge an. Wie ist die Struktur deiner Gebäude?

  • Stürzen sie ein, wenn man sie schief ansieht, oder überleben sie ein Erdbeben?
    • Falls sie zerbrechlich sind, werden die Reichen wohl die Sicherheit des Bodens vorziehen und verbannen die Ärmsten nach oben.
    • Hingegen wenn deine Baumeister gute Häuser bauen, dann werden die Reichen nach oben ziehen um, wie bei uns, die Aussicht zu genießen.
  • Außerdem solltest du dir überlegen wie die Menschen deiner Kultur das waschen wahrnehmen.

    • Wie bei uns: Eine „lästige Pflicht“.
    • Um Kontakte zu knüpfen.
    • Vielleicht sehen deine Leute es auch eher wie das Mittelalter und verabscheuen das baden.
    • Oder auch fanatische Saubermacher.
      • Es muss nur einen Grund für das Verhalten geben. Keine komplette Kultur wird anfangen alles zu reinigen nur eine Stimme von oben das sagt. 😉
  • Wie sieht es aus mit fließendem Wasser?
    • Ist das eine Tugend oder eine Pflicht für ein Haus in deiner Geschichte?
      • Wenn es keines gibt, liegt es daran das Sauberkeit nicht gewollt ist oder weil die Architekten noch keine Möglichkeit gefunden haben um es ins Haus zu leiten?
      • Falls es welches gibt, wird es auch genutzt oder ist es nur ein nettes Gimmick für die Reichen?

Du hast sicher bemerkt das ich über einige Thema beim wohnen einfach drüber gesprungen bin, das liegt einfach daran, das das Thema riesig ist. Also wird es auch im nächsten Teil um das Wohnen gehen.

Hast du sonst noch etwas mitgenommen? Ich würde mich über Kommentare freuen!

Eure CK

Rezension – Ein Tag im alten Rom

Bei den letzten Büchern, war ich schnell dafür bin ich bei dem wieder sehr lahm gewesen…^^ Aber nun endlich eine neue Rezension von mir für Ein Tag im alten Rom.

Buch: Ein Tag im alten Rom
Autor: Alberto Angela
Übersetzterin: Julia Eisele
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag

Ein Tag im Alten Rom im Jahr 117 nach Christus
Rom im Jahr 117 nach Christus

Worum geht es?

Wann spielt es?

Wir finden uns im Jahr 115 nach Christus in der Zeit des Kaisers Trajans. Hier hat Rom bzw. das gesamte Reich seine Blütezeit. Das Buch spielt von 6 Uhr morgens

bis 24 Uhr.

Wie ist es geschrieben?

Es ist kein klassischer Roman. Es gibt wenig Handlung, wirklich nur minimalistisch. Hauptsächlich dreht sich alles um das Leben in Rom. Also was wurde gegessen, wie wurde gezahlt, und noch tausend andere Fragen werden beantwortet. Außerdem wird mit einigen Mythen aufgeräumt. Beispielsweise lebte Nero (der Kaiser) vor dem Bau des Kolosseums, also starben die vielen Christen die er tötete nicht dort sondern in seinem Privatzirkus.

Die Geografie wird auch beschrieben, also welche Völker es sonst in dieser Zeit gibt.

Außerdem wird erklärt wie das Zahlsystem war. Asse, Obolus etc. Und wie viel diese wohl heute wert wären.

Und noch tausend andere Sachen, aber ich will noch nicht zu genau werden 😉

Hier ein Beispiel für Verblüffende Tatsachen. Hier werden die Namen genauer erklärt.
Hier werden die Namen genauer erklärt.

Wie bewegen wir uns durch die Stadt?

Wir sind ein Mann der fremd ist in der Stadt und sich einfach alles ansieht. Beziehungsweise zwischendurch sind wir auch ein Geist um die Innenräume einer Villa betrachten zu können.

Über die komplizierten Sachen oder Dinge die nicht in die Zeit passen bekommen ein „Verblüffende Tatsachen“ Kapitel.

Charaktere

Es kommt ein domus (Hausherr) öfters vor, ansonsten sind es x-beliebige Charaktere. (Ein paar Berühmtheiten tauchen auch auf, aber eben nur einmalig.)

Schreibstil

Ich fand es teilweise sehr anstrengend geschrieben. An manchen Stellen versuchte der Autor zu kramphaft die „Geschichte“ am laufen zu halten (könnte aber auch der Übersetzung geschuldet sein). Deswegen habe ich jetzt fast 3 Wochen gebraucht um das Buch zu lesen. Also man muss wirklich bewusst lesen.

Habe ich etwas daraus lernen können?

Ich bin schon recht lange von den alten Römern und ihren massiven Bauwerken fasziniert und so kannte ich schon ein paar Dinge, aber trotzdem waren da Unmengen an neuen Informationen .

Mein Fazit zu Ein Tag im alten Rom

Ich möchte das Buch nicht mehr missen, auch wenn es etwas anstrengend geschrieben ist, ist es eine tolle Ideen Stütze. So wunderbar das ich eine Blogreihe zum Thema Worldbuilding auf Basis der alten Römer zu schreiben. (Ist nur ein Arbeitstitel 😉 ) Ab nächster Woche den 27. Oktober will ich jede Woche einen Beitrag herausbringen. Wie viele es genau werden, weiß ich noch nicht, aber das erste Thema wird die Wohnsituation sein.

Das wäre es auch schon von meiner Seite^^ Habt ihr auch irgendwelche sach/Fachbücher die ihr als Worldbuilidng Grundlage nutzt? Wenn ja welche?

Liebe Grüße CK