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Wie man vom Schreiben leben könnte

Gleich mal vorweg: DIE GESCHICHTEN STEHEN AN 1. STELLE!
Hier geht es vor allem darum was ich gelernt habe und ein bisschen um meine Träumereien.

Ich beschäftige mich seit knapp 3 Jahren mit diesem Thema. Am Anfang vermehrt auf Deutsch und das Ergebnis war enttäuschend. So ziemlich jeder meinte Verlagsautor ist die einzige Möglichkeit, nur dabei wird einem einiges an kreativem Eigentum genommen. Wie das Coverdesign, der Titel, die Gestaltung des Innenteils und wohl noch ein paar andere Sachen. Und trotzdem muss man sich um die Vermarktung selbst kümmern. Irgendwie hat sich das für mich wie zwielichten Sache angehört.

Für mich war es somit quasi gelaufen. Trotzdem schrieb ich weiter. Auch wenn ich nie davon leben könnte so wollte ich doch das zumindest ein Teil von mir in einem veröffentlichten Buch weiterlebt.

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Bild von Amazon.com

Doch mein Weltbild hat sich komplett geändert. Zufällig bin ich über die Autorin J.F. Penn oder auch Joanna Penn gestolpert. Im ersten Beitrag den ich las, sprach sie über ihr Einkommen. Sie spezifizierte natürlich nichts, aber sie schrieb einen „6-stelligen Betrag“. Ich war baff und bin es jetzt noch, es ging sogar noch weiter: Sie schrieb über Bekannte Autoren Kollegen die wohl einen 7-stelligen Betrag verdienen. Davon kann man definitiv leben! Sofort war ich in ihrem Bann. Innerhalb von 3-4 Tagen hatte ich so ziemlich jeden Beitrag auf ihrem Blog gelesen.

 

Wie sah Ihr Anfang aus?

Sie hat genauso klein wie jeder angefangen. Irgendwie klar. Ihr erstes Buch veröffentlichte Sie nur In Print Form, damals als es noch kein Print on Demand gab. Sie bestellte 2000 Bücher und schmieß die Meisten nach 6 Monaten weg.

Was hat Sie seitdem anders gemacht?

Sie hat nie aufgehört zu schreiben und vor allem zu veröffentlichen. Zuerst konzentrierte Sie sich auf non-fiction. Aber es blieb nicht bei Büchern. Sie sprach auf Bühnen, veröffentlichte Online Kurse, Print- und E-Books.
So ähnlich machte Sie es auch bei den Fiction Büchern. Zuerst einmal Print und E-Book, außerdem verkauft sie die Bücher im Bundle, dann kamen Audiobücher dazu und seit einiger Zeit arbeitet sie mit Übersetzern zusammen. Das heißt allein bei Fiction Büchern im Englischen hat sie 4 Einnahmequellen. Sie veröffentlicht wohl in ungefähr 4 weiteren Sprachen. Das heißt theoretische 16 Einnahmequellen die sie auch praktisch nutzt.

Also ganz einfach gesagt: Qualität und Quantität gehen Hand in Hand. 

Man muss gute Bücher schreiben die gelesen werden, und dann muss/kann man sein geistiges Eigentum nutzen. Denn dieses Buch gehört nur euch. Kein Verlag hat da die Finger mit im Spiel. Ihr bestimmt über alles.

Für mich persönlich klingt das nach einem Traum. Und das will ich mit euch teilen.

Weitere Möglichkeiten:

Meiner Meinung kann man es sogar noch größer aufziehen. (So wie in diesem Beitrag kurz angeschnitten.) Man könnte einen Zeichner engagieren der einem kommissionierte Bilder zeichnet. (Wie das mit dem Geistigen Eigentum in so einem Fall funktioniert weiß ich nicht genau, aber man könnte sich wohl auf Tantiemen einigen. Um kurz zu Joanna Penn zurück zu kommen: Ihre Übersetzter bekommen die Hälfte von den der Marge. )
Vielleicht seid ihr auch so gut das ihr selbst zeichnet.
Mit den Bildern kann man mehr ins Merchandising Geschäft steigen. Tassen, T-Shirts, Flyer und Poster lassen sich bei manchen Druckereien ab einem Stück produzieren.
Daraus kann man schöne Giveaways gestalten!
Das Problem mit dem Versand ließe sich auch in den meisten Fällen relativ einfach lösen. DHL bietet in Österreich bereits um zirka 3 € einen Versand nach Deutschland.
Aus meiner Sicht gibt es noch ein ganz, ganz großes Thema von dem sicher viele von uns träumen: Film oder seit Game of Thrones TV
Dafür scheint ein Agent hilfreich zu sein, aber man kann es ja auch alleine versuchen. Also euer Buch zu einem Skript umschreiben, dabei die Spezifikationen des Screenplays beachten und zu den Filmstudios schicken. Verlieren könnt ihr nicht denn egal ob sie euch nehmen oder nicht euer Hauptgeschäft bleibt bei den Büchern. Nicht direkt eine Win – Win Situation, aber immerhin Win – no loss.

Wie ihr hoffentlich hört mich begeistert das Thema sehr, weil ich gar nicht genug von meinen Welten bekommen kann. Ihr wisst gar nicht was ich euch schon alles erspart habe.

Habt ihr noch weitere Ideen? Habe ich euch jetzt so richtig mitgerissen? Hoffentlich! ^^

Photo via Visual Hunt

 

Published inAllgemeinWissen

2 Comments

  1. Hey=)
    ich glaube das aller wichtigste ist tatsächlich erst einmal: Schreiben, egal wann und wo es geht. Vielleicht auch mal bei einem Schreibwettbewerb. Das ist immer eine gute Gelegenheit Juries auf sich aufmerksam zu machen.
    Zu deiner Frage (?) bezüglich der Zeichnungen und dem Urheberrecht. Das ist vertraglich überhaupt kein Problem: Der Urheber kann dir sämtliche Rechte, die aus dem Urheberrecht erwachsen (Nutzungs-,Änderungs-, Vervielfältigungs- und Verwertungsrechte, Unterlizenzen) entgeltlich abtreten. Je nachdem wie der Lizenzvertrag gestaltet ist, kann diese Übertragung dauerhaft oder nur zeitlich begrenzt sein. Außerdem kannst du verlangen, dass die Rechte exklusiv an dich übertragen werden.

    • Hi mal wieder ^^
      Stimmt das Schreiben sollte immer an 1. Stelle stehen. Schreibwettbewerbe sind so eine Sache sie sind hilfreich um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, aber die Gewinnchancen sind schwindend gering. Bei den meisten Wettbewerben habe ich die Rückmeldung bekommen:“ Tut uns leid das es so lange gedauert hat, aber wir haben nicht mit über 100 Beiträgen gerechnet.“
      Klar, man könnte Glück haben und es ist eine super Übung mal etwas neues auszuprobieren, trotzdem nutze ich die Zeit lieber für meine Projekte.
      Bei dem Urheberrecht habe ich mir so etwas in der Art gedacht, war mir aber nicht sicher. Vielen lieben Dank für die Info!

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